TRAUN. Zu schnell, manipuliert oder rücksichtslos unterwegs: Beschwerden über E-Scooter häufen sich in Traun seit Jahren. Die Stadt reagiert nun mit strengeren Kontrollen, neuer Messtechnik und zusätzlichen Polizeistreifen auf Radwegen.

Die Stadtpolizei Traun setzt künftig verstärkt auf Kontrollen von E-Scootern und Mopeds. Dafür wurde ein eigener Rollenprüfstand angeschafft, mit dem die tatsächliche Geschwindigkeit der Fahrzeuge direkt vor Ort gemessen werden kann. Die Kontrollen erfolgen gemeinsam mit der Bundespolizei im gesamten Stadtgebiet.
Hintergrund sind laut Stadt zahlreiche Beschwerden über zu schnelle und rücksichtslose Fahrer. Besonders betroffen seien Naherholungsgebiete wie rund um das Schloss Traun. Dort würden Bremsmanöver und Fahrten im Kies immer wieder Schäden verursachen.
„E-Scooter sind ein praktisches Verkehrsmittel, aber sie dürfen nicht zur Gefahr für andere werden“, betont Bürgermeister Karl-Heinz Koll. Zusätzlich wurden zwei E-Bikes angeschafft, damit die Stadtpolizei Radwege schneller kontrollieren kann. Seit Einführung der sogenannten Rollerwalze seien bereits zahlreiche Anzeigen erstattet worden.
Veränderte Gesetzeslage
Seit 1. Mai gelten zudem verschärfte gesetzliche Regelungen. Die Bauartgeschwindigkeit von E-Scootern darf maximal 25 km/h betragen, die Motorleistung höchstens 600 Watt. Neu ist unter anderem eine Helmpflicht für Jugendliche bis 16 Jahre. Außerdem sind die Mitnahme weiterer Personen sowie das Transportieren von Gegenständen auf E-Scootern verboten. Künftig müssen die Fahrzeuge auch mit Blinkern und Klingel ausgestattet sein, die Alkoholgrenze liegt bei 0,5 Promille.
Die Stadtpolizei weist außerdem darauf hin, dass im Handel teilweise E-Scooter verkauft würden, die die erlaubte Höchstgeschwindigkeit oder Leistung überschreiten. Käufer sollten daher genau prüfen, ob die Fahrzeuge den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.


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