Erstes zeitgeschichtliches Filmcafé in Enns
ENNS. Das Mauthausen Komitee Enns-Ennsdorf lädt herzlich ein zum ersten zeitgeschichtlichen Filmcafé in den Pfarrsaal Enns-St. Laurenz. Am Mittwoch, 10. Juni, wird um 16:30 Uhr die Dokumentation „Zwischen den Fronten – Das Kriegsende 1945“ gezeigt. Der 45-minütige Film von Martina Hechenberger und Thomas Hackl feierte im Vorjahr auf ORF III Premiere.

Die Dokumentation beleuchtet die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in Ober- und Niederösterreich: Durch das Herannahen der Alliierten aus Ost und West befinden sich die Deutschen Truppen in Ober- und Niederösterreich zwischen den Fronten. Es finden vereinzelt heftige Abwehrkämpfe statt, obwohl der Großteil der Bevölkerung sich nach Frieden sehnt.
Im Zentralraum Linz - Amstetten - Steyr leben die Menschen mit den Zerstörungen der Bombenangriffe, die auf Infrastruktur und Rüstungsindustrie der Region abzielten. KZ-Häftlinge werden auf kilometerlange Todesmärsche getrieben, während noch junge Burschen und alte Männer für den Kriegsdienst rekrutiert werden. Gleichzeitig erschießen oder erhängen noch immer vom Endsieg überzeugte Nazis, Deserteure der Deutschen Armee.
Während des Vormarsches der Alliierten aus Ost und West retten sich zahlreiche Soldaten über den Ennsfluss oder die Donau in die amerikanische Zone, in der Hoffnung, der russischen Gefangenschaft zu entgehen. Amerikanische Soldaten befreiten die Gefangenen der Konzentrationslager Mauthausen und Ebensee am 5. Mai. Erst am 9. Mai treffen sich die Kommandeure der sowjetischen und amerikanischen Armee an der Ennsbrücke in Enns, die Demarkationslinie ist für zehn Jahre die Grenze zwischen Ost und West.
In der Dokumentation erzählen einige Zeitzeug:innen aus Enns und Umgebung von ihren persönlichen Erfahrungen. Zu Wort kommen u. a. Leopoldine Stadler und Stefan Giegler. Im Anschluss an den Film gibts Gelegenheit zu Austausch, Kaffee und Kuchen.


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