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KIRCHBERG-THENING. Der im April gegründete Verein „Damma Wos – Beschäftigungsförderungs Verein“ setzt sich leidenschaftlich für Jugendliche in Jordanien,
Tschad und Österreich ein, damit diese ihr Potenzial zur Gänze ausschöpfen können. Dies geschieht durch Veranstaltungen, Kurse, Workshops, Trainings und Mentoring.

Die Mentoring-Programme kommen bei den Jugendlichen sehr gut an. (Foto: Damma Wos)
  1 / 8   Die Mentoring-Programme kommen bei den Jugendlichen sehr gut an. (Foto: Damma Wos)

Der Kirchberg-Theninger Obmann-Stellvertreter des Vereins, Peter Hofer, hat eine Lehre als Schlosser in der Chemie Linz absolviert. Nach dem Zivildienst zog es ihn allerdings ins Ausland. Obwohl ihm in seiner Firma mehrere Positionen angeboten wurden, entschied er sich für ein Engagement in Afrika. „Es gibt dort genügend Organisationen, die immer jemanden suchen, der handwerklich gut drauf ist“, erzählt er über die Anfänge. Vom Aufbau einer Krankenstation oder einem Projekt gemeinsam mit dem Schloss Klaus, in dem eine Schule im Südsudan aufgebaut wurde, konnte er viel über die dortige Lebensweise lernen. „Ich habe viele Radiotürme errichtet – selbst geschweißt und auch Leute im Schweißen eingeschult. Ich bin aber auch viele Transporte gefahren oder habe Wassertürme repariert. Ganz vielseitig. Viel handwerklich, aber auch soziale Projekte wie Jugendstunden oder ähnliches“, erzählt Peter Hofer. 

Bildungszentrum im Tschad

Durch Partnerorganisationen ist er danach in den Norden vom Tschad gekommen, wo sich auch ein Bildungszentrum von Damma Wos befindet. „Das ist ganz nah an der Grenze zu Lybien. Da ist 1.000 Kilometer keine asphaltierte Straße. Entweder man fliegt dort rauf oder hat eine Dreitagesfahrt durch die Wüste vor sich“, so Hofer. Da in dieser Gegend auch der radikale Extremismus vorherrscht, weigern sich viele Lehrer, dorthin zu fahren oder bleiben nur kürzer. Dementsprechend ist die Qualität des Unterrichts und die normale Schule wird von vielen Kindern vernachlässigt. „Im Bildungszentrum können die Menschen das Lesen und Schreiben lernen. Es gibt dort auch eine Bücherei mit Büchern in den verschiedensten Sprachen und Computer, mit denen die Kinder gleich den Umgang erlernen können“, so Peter Hofer.

Volontariat in Botschaft

Nach einem Bachelor in Non-Profit Sozial- und Gesundheitsmanagement in Innsbruck sowie dem Master an der Uni Kopenhagen investierte er Zeit, um seine Sprachkenntnisse zu verbessern und machte ein Volontariat in der österreichischen Botschaft in Jordanien, um das österreichische System im Ausland kennenzulernen.

Mentoring-Programm

Da in Jordanien 40 Prozent formell nicht beschäftigt sind, hat er sich die Frage gestellt, wie er helfen kann. „Das sind keine dummen Menschen, aber du verlierst eben mit der Zeit Motivation. Wir haben dann versucht im Grunde eine Freizeit zu machen. Vier Tage komplett etwas anderes sehen und auf das Erlernen von Soft-Skills aufgebaut.“ Durch Ausbau dieser Fähigkeiten sollen Jugendliche leichter Arbeit finden.

Potenziale fördern

Da das Feedback darauf so positiv war, wurde daraus ein sechsmonatiges Mentoring-Programm mit verschiedenen Modulen erarbeitet. „Das Herz vom Verein ist eigentlich, dass man hilft, dass Jugendliche ihr Potenzial herausfinden können und entfalten“, so Hofer, der im November wieder nach Jordanien reisen wird. „Da nehmen wir sechs Computer mit Sprachprogrammen darauf mit, da können die Leute selber in der eigenen Geschwindigkeit die Sprache lernen. Da brauchst du kein Lehrpersonal, das geht eigenständig. Wir geben nur eine Einführung und dann können es die Kids jederzeit benutzen. Auch wenn sie in eine religiöse Schule gehen, bleibt Zeit, um im Zentrum Zugang zu Bildung zu erhalten.“

Unterstützer gesucht

Da die Computer mit entsprechender Software auch Geld kosten, sucht Peter Hofer Leute, die sich engagieren wollen. In den ersten 100 Tagen (noch bis 8. September) werden 100 unterstützende Mitglieder gesucht. Mit einem jährlichen Beitrag von 49,90 Euro wird das Fundament des Vereins gelegt. Eine andere Möglichkeit sind die virtuellen Bewegungstage. „Jeder kann sich engagieren. Durch Spazierengehen, Laufen, Joggen usw. werden Spenden gesammelt“, so Hofer. Teilnehmer sammeln für jeden hingelegten Kilometer Spenden von Freunden, Bekannten, Familie und Firmen.

Weitere Infos zum Verein unter: http://damma-wos.at/<


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