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Pasching. Sofort nach dem Angriff von Russland auf die Ukraine war die Hilfsbereitschaft in der Gemeinde groß. Diese ist seither nicht abgerissen. Geflüchtete aus der Ukraine werden auch in Pasching untergebracht und versorgt.

Für Bürgermeister Markus Hofko ist Hilfe und Unterstützung selbstverständlich. (Foto: Gemeinde Pasching)

Neben vielen Privatpersonen aus Pasching, die ihre Hilfe angeboten haben und auch geflüchteten Personen eine Unterkunft zur Verfügung stellen, leistet auch die Pfadfindergruppe Langholzfeld einen tollen Beitrag. „Gabriela Edtberger hat ein zweites Haus, wo sie auch bereits Flüchtlinge untergebracht hat. Daraus ist unter den Leitern die Idee entstanden, uns hier auch zu beteiligen“, so Claus Germann, Obmann des Elternrates.

Gruppenräume geöffnet

So haben die Pfadfinder kurzerhand ihr Heim zur Verfügung gestellt, in dem zwei Mütter mit fünf Kindern Unterkunft finden konnten. „Der Schlafraum ist groß und steht im Grunde ja frei“, so Germann. Die Flüchtlinge haben dort alles, was sie brauchen, ist auch Bürgermeister Markus Hofko von der unbürokratischen Hilfe begeistert. Es sind getrennte Duschräume vorhanden und sie können auch die Küche nutzen. Der Gruppenraum wurde leicht adaptiert und als Wohnraum ausgestattet. Auch erste finanzielle Hilfe wurde von Freunden und Bekannten der Pfadfinder geleistet. „Durch großartige Unterstützung konnte auch eine Waschmaschine installiert werden. Die Familien sind über die Unterstützung sehr froh“, freut sich Claus Germann.

Im Rathaus untergebracht

„Seit vergangener Woche sind auch drei junge Ukrainerinnen bei uns auf der Gemeinde. Wir haben ja im Rathaus eine Krabbelstube-Gruppe gehabt, die dafür adaptiert werden konnte. Irgendwann soll daraus einmal ein Büro entstehen. Aber bevor es leer steht, stellen wir das natürlich zur Verfügung“, bietet auch der Bürgermeister seine Unterstützung an. Die drei jungen Frauen waren in der Notschlafstelle zuvor unglücklich und freuten sich sehr, mit zwei Hunden in Pasching einziehen zu können.

Tolle Hilfsbereitschaft

Was an Hausstand gefehlt hat, wurde innerhalb kürzester Zeit von den Mitarbeitern des Rathauses aufgetrieben. „Das macht schon stolz, dass hier die Unterstützung so groß ist“, freut sich der Bürgermeister über die rasche Hilfe. Auch für die erste Grundversorgung ist die Gemeinde aufgekommen, bis der Antrag fertig abgewickelt wurde. Nur einen großen Wunsch hätten die drei Geflüchteten noch - ein Fahrrad. Sollte hier jemand helfen können, freut sich die Gemeinde gerne über Kontaktaufnahme.

Mögliche Beschäftigung

Die drei jungen Frauen können zwar noch kaum Deutsch, haben aber alle drei eine Krankenschwestern-Ausbildung. „Ich habe auch schon mit den zuständigen Stellen gesprochen. Sobald sie die blaue Karte zur Beschäftigung erhalten haben, können sie – sofern sie wollen natürlich – bei uns im Netzwerk zu arbeiten beginnen. Das wäre für sie wohl auch eine gute Möglichkeit“, so Markus Hofko.


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