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LINZ-LAND. Steigende Kosten und fehlende Kinderbetreuung bringen immer mehr Frauen in Bedrängnis. Auch im Bezirk ist die Zahl der Hilfesuchenden deutlich gestiegen.

Cornelia Birklbauer, Leiterin der Caritas-Sozialberatungsstellen der Region Nord (Foto: Caritas)
Cornelia Birklbauer, Leiterin der Caritas-Sozialberatungsstellen der Region Nord (Foto: Caritas)

In Linz-Land unterstützte die Caritas-Sozialberatung im vergangenen Jahr 170 Frauen und 103 Männer. Insgesamt suchten damit um 29 Prozent mehr Menschen Hilfe als noch im Jahr davor. Zusätzlich wurden über diesen Weg auch 248 Kinder mitversorgt.

Ein Beispiel ist die alleinerziehende Mutter Doris W., die mit ihren beiden Kindern lebt. Trotz einer Teilzeitbeschäftigung mit 30 Wochenstunden reicht das Einkommen kaum für den Lebensunterhalt. Nach Abzug von Miete und Strom bleiben der Familie weniger als neun Euro pro Person und Tag.

Zusätzliche Belastungen entstanden durch Schulden aus der Zeit nach der Karenz, als ein fehlender Kinderbetreuungsplatz eine Erwerbstätigkeit unmöglich machte. In dieser schwierigen Situation wandte sich die Mutter an die Caritas. Neben Beratung erhielt sie Lebensmittelgutscheine sowie Unterstützung bei Gebührenbefreiungen und bei offenen Rechnungen für Kinderbetreuung.

„Der Fall zeigt, wie schnell Frauen trotz Arbeit aufgrund der Kinderbetreuung in existenzielle Not geraten können“, sagt Cornelia Birklbauer, Leiterin der Sozialberatung Region Nord in Oberösterreich. Hilfe wie diese sei nur dank Spenden möglich. Deshalb sind derzeit wieder zahlreiche Ehrenamtliche in den Pfarren unterwegs, um für die Caritas-Haussammlung Unterstützung zu sammeln.

Oberösterreichweit half die Caritas im Jahr 2025 insgesamt 12.719 Menschen in Not – mehr als die Hälfte der unterstützten Frauen waren alleinerziehend.


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