Caritas startet Elternreihe zu Sprechhemmung in Leonding
LEONDING. Manche Kinder sprechen zu Hause selbstverständlich, verstummen aber in der Schule oder gegenüber fremden Personen. Mit einer Workshopreihe in Leonding will die Caritas Eltern von Kindern mit Sprechhemmung (selektivem Mutismus) informieren und im Alltag unterstützen. Auftakt ist am Montag, 12. Oktober, um 16.30 Uhr.

Selektiver Mutismus zählt zu den angst- und furchtbezogenen Störungen. Betroffene Kinder und Jugendliche können in bestimmten Situationen nicht sprechen, obwohl sie in vertrauter Umgebung kommunizieren. „Dahinter steckt keine Absicht. Die Kinder können in diesen Situationen tatsächlich nicht sprechen“, erklärt Caritas-Logopädin und Mutismustherapeutin Birgit Grünzweil.
Weder Schüchternheit noch Trotz
Das Schweigen wird laut Caritas mitunter als Schüchternheit oder Trotz missverstanden. Für Familien stellt sich auch die Frage, wie sie ein Kind unterstützen können, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen. In der Schule kann die Sprechhemmung besonders dann Schwierigkeiten bereiten, wenn mündliche Mitarbeit beurteilt wird.
Workshops und Austausch für Eltern
Die Reihe „Gestärkte Eltern für starke Kinder“ verbindet Informationen über selektiven Mutismus mit Hilfestellungen und Austausch unter Eltern. Begleitet wird sie von Fachleuten aus Psychotherapie, Logopädie, Pädagogik und Mutismustherapie. Neben Grünzweil ist Caritas-Psychotherapeutin Judith Mayr-Reindl dabei.
Alle Termine
Der Auftakt findet im Kinder- und Jugendkompetenzzentrum in St. Isidor 13 in Leonding statt. Weitere Termine sind Montag, 16. November, sowie Montag, 18. Jänner, 15. März, 12. April und 10. Mai 2027, jeweils von 16.30 bis 18 Uhr. Themen sind Grundlagen und Behandlungsmöglichkeiten des selektiven Mutismus sowie die Situation in der Schule. Im April und Mai sind offene Elterntreffs vorgesehen.








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