Startschuss für die Legendenliga in OÖ startet mit Testphase
OÖ. Im Mai hat der Oberösterreichische Fußballverband (OÖFV) die Einführung der sogenannten Legendenliga angekündigt. Dieser neue Wettbewerb im Bereich des Seniorenfußballs soll Vereinen die Möglichkeit bieten, ihr Angebot für bestehende und neue Mitglieder zu erweitern. Die Pilotphase startet in drei Regionen: im Traunviertel u.a. mit den Vereinen Kematen-Piberbach und Neuhofen an der Krems.

Das Hauptziel ist es, ein Sport- und Fitnessangebot für ehemalige Meisterschafts- und Hobbyspieler sowie für Schiedsrichter zu schaffen, um sie länger als aktive Mitglieder im Verein zu halten. Die offizielle Wettbewerbsform unter dem Dach des OÖFV soll dabei den sportlichen Anreiz erhöhen.
„Mit diesem Angebot setzen wir den letzten noch offenen Schwerpunkt von unserer Agenda um, die das Präsidium für die laufende Funktionsperiode erarbeitet hat. Wir betreten hier in Österreich ein völlig neues Terrain und erhoffen uns nicht nur positive Auswirkungen für unsere Mitgliedsvereine, sondern auch wertvolle Rückschlüsse für den ÖFB und die anderen Landesverbände“, erklärte OÖFV-Präsident Gerhard Götschhofer.
Interesse an Seniorenfußball groß
Eine im Frühjahr durchgeführte repräsentative Umfrage hatte den konkreten Bedarf für dieses Angebot erhoben und die Anliegen der Vereine bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen berücksichtigt. Mit einer Rücklaufquote von einem Drittel aller Mitgliedsvereine und einem Interesse von 78 Prozent an einem Angebot im Bereich Seniorenfußball war das Echo überwältigend positiv.
Der OÖFV übernimmt die organisatorische Rahmenstellung, indem er Ausschreibungen, Einteilungen, Auslosungen und die Definition von Meisterschaftsbeginn und -ende festlegt. Die administrativen Aufgaben werden über das Netzwerk „fussballoesterreich.at“ abgewickelt, welches Spielpläne, Ergebnisse und Tabellen bereitstellt. Die operative Abwicklung, wie die Termingestaltung und Spielorte, wird jedoch den Vereinen überlassen. Kampfmannschaftsspieler sind nicht spielberechtigt, während Reservespieler teilnehmen dürfen.
Pilotphase zur Klärung offener Fragen
Die Umfrage ergab keine eindeutigen Präferenzen hinsichtlich der Spielfeldgröße, der Spieleranzahl und der Spieldauer. Auch das geplante Alterslimit „Ü35“ und die Gruppengröße bedürfen weiterer Klärung. „Die Ergebnisse wurden in einer eigenen Arbeitsgruppe, bestehend aus Vereinsvertretern und Verbandsfunktionären, diskutiert. Nicht zuletzt aufgrund der noch verbliebenen offenen Punkte ist es zielführend, dass wir in den Monaten Mai und Juni mit einer Pilotphase starten“, erklärte Hans Kronberger, der die Arbeitsgruppe leitet.
Die Pilotphase der Legendenliga startet in drei Regionen: im Traunviertel mit den Vereinen Kematen-Piberbach, Neuhofen an der Krems, Eberstalzell und Pichl; im Mühlviertel mit Gramastetten, Naarn, Ried in der Riedmark und Wartberg ob der Aist sowie im Innviertel mit Feldkirchen bei Mattighofen, Lochen, Eggelsberg/Moosdorf und St. Peter am Hart. Getestet werden die Formate „Großfeld“ und „Kleinfeld“ (Halbfeld) in kleinen Gruppengrößen mit jeweils vier Mannschaften.
Nach der Evaluierung der Pilotphase sollen die finalen Rahmenbedingungen festgelegt und die Meisterschaft für 2024/25 ausgeschrieben werden. Raphael Koch, Direktor für Sport & Spielbetrieb des OÖFV, betonte: „Ein derartiges Bewegungsangebot hat einen gesundheitlichen und sozialen Nutzen. Neben diesem Aspekt möchten wir Sportler nach ihrer aktiven Karriere weiterhin an den Verein binden und den Pool an Funktionären und Helfern vergrößern. Wir wissen aus anderen Ländern, dass dieses Ziel mit einem Angebot im Seniorenfußball erreicht werden kann. Daher sind wir überzeugt, dass diese strategische Weichenstellung mittelfristig einen echten Mehrwert für das Fußballwesen in Oberösterreich haben wird.“


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