Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Bürgerinitiative: „Geplante Bahnanbindung an den Flughafen ist eine Mogelpackung“

Silke Kreilmayr, 16.07.2015 11:15

Region. Die „Bürgerinitiative zum Flurschutz beim Westbahnausbau Linz-Marchtrenk“ macht sich weiter gegen eine Verschwenkung der Trasse zwecks Anbindung an den Flughafen stark. Unterstützung erhofft man sich nun von der Landesregierung.

Brauchen wir einen (Regional-)Zug zum Flug? Foto: Wodicka
Brauchen wir einen (Regional-)Zug zum Flug? Foto: Wodicka

„Wir wollen erreichen, dass der Landesregierungsbeschluss, der diesen Schwenk befürwortet, aufgehoben wird“, so Hans Lughammer, Obmann der Flurschutzgemeinschaft, und Landtagsabgeordneter Wolfgang  Stanek (ÖVP). Denn dieser Beschluss sei unter falschen Voraussetzungen gefällt worden. Man sei von 40 Hektar Bodenverbrauch ausgegangen, tatsächlich seien es 160. „Das geht aus den Unterlagen hervor, die wir von den ÖBB bekommen haben“, so Lughammer.

 Auch die Anbindung an den Flughafen sei eine Mogelpackung, da dort nur Regionalzüge halten würden. „Dafür können wir diese Unmenge an Bodenversiegelung nicht hinnehmen, das ist es nicht wert. Das betroffene Areal ist das einzige Rückzugsgebiet für Wildtiere. Auch die Landwirte verlieren zum Teil existenzbedrohend viel Grund“, betont Lughammer.  Gefordert wird  daher ein vierspuriger Ausbau an der bestehenden Strecke, hier wären nur 24 Hektar Boden gefährdet.

„Zu desolat, zu verbaut und zu teuer. Deshalb ist der Bau auf der grünen Wiese die bessere Variante“, sagt ÖBB-Sprecher Mario Brunnmayr. Er bestreitet auch diese 160 Hektar, es handele sich um 94  Hektar Bodenverbrauch (Zukauf: 108, Rückbau: 14). „Zudem führen wir viele Renaturierungsmaßnahmen durch, das wird immer vergessen.“ Die Anbindung an den Flughafen sei ein großer Gewinn für die Region, vor allem für die Wirtschaft.

Die Gegner sehen das freilich anders. In Hörsching und Pasching würde der Schwenk eine Verschlechterung des öffentlichen Nahverkehrs bedeuten. „Die Regionalzüge kommen von den Menschen weg, das ist kontraproduktiv“, so Stanek. Bis Oktober werden die Einwände geprüft. 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden