Arbeiterkammer: Fast 50.000 Euro für Ehepaar geholt
LINZ-LAND. Die Arbeiterkammer (AK) setzt sich immer wieder arbeitsrechtlich für seine Mitglieder ein. Ein besonders frappanter Fall betraf ein Ehepaar aus dem Bezirk Linz-Land.

Herr F. arbeitete mehr als elf Jahre lang als Handelsangestellter, als die Geschäftsleitung ihn zum gewerberechtlichen Geschäftsführer machen wollte. F. erklärte sich dazu bereit. Im Zuge der Wechsels wurde auch eine zusätzliche finanzielle Abgeltung besprochen. Doch auch nach mehrmaligen Nachfragen blieb die Firma monatelang eine konkrete Entscheidung schuldig.
Schlussendlich teilte Herr F. der Geschäftsführung mit, dass er aufgrund der ausbleibenden Entscheidung darüber nachdenke, die gewerberechtliche Geschäftsführung per Jahreswechsel zurückzulegen, um wieder ausschließlich seiner ursprünglich vereinbarten Tätigkeit als Handelsangestellter nachzugehen.
Diese Mitteilung quittierte der Arbeitgeber mit einer fristlosen Entlassung und darüber hinaus mit der Kündigung seiner Gattin, die seit zehn Jahren ebenfalls als Handelsangestellte im selben Betrieb teilzeitbeschäftigt war. Das Paar wandte sich um Rat an die AK-Bezirksstelle Linz-Land.
Erfolgreich interveniert
Diese stellte fest, dass nicht nur die Entlassung von Herrn F. ungerechtfertigt erfolgte, sondern auch die Kündigungsfrist seiner Frau falsch berechnet worden war. Nach mehreren Interventionen gelang es dem Rechtsschutzteam der AK Linz-Land, die Entlassung in eine Arbeitgeberkündigung abzuändern. Zusätzlich konnten sie Herrn F. sämtliche offene Ansprüche – insbesondere Urlaubsersatzleistung, anteilige Sonderzahlungen, Kündigungsentschädigung – in der Höhe von 39.632 Euro sichern.
Auch seine Frau, die im Ausmaß von 25 Wochenstunden beschäftigt gewesen war, durfte sich freuen. Für sie konnte die Arbeiterkammer anhand der korrekten Kündigungsfrist eine Nachzahlung von 6.297 Euro erreichen. „Nach Abschluss der Rechtsangelegenheit bedankten sich Herr und Frau F. noch schriftlich für die tolle Unterstützung der Arbeiterkammer Linz-Land. Immerhin konnten wir für sie insgesamt rund 46.000 Euro erkämpfen“, freut sich Bezirksstellenleiter Bruno Kamraner.


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