Bezirkshauptmann: „Die Situation ist wirklich besorgniserregend“
LINZ-LAND. Die Zahl der positiv auf Corona getesteten Personen hat am Wochenende die 1.000er-Marke im Bezirk übersprungen. Grund genug, sich mit Bezirkshauptmann Manfred Hageneder über die aktuell herausfordernde Situation zu unterhalten.

Waren es vor wenigen Tagen und Wochen noch um die 25 Fälle pro Tag, werden derzeit täglich 100 bis 150 Personen positiv getestet. „Die Entwicklung gestaltet sich rasant“, ist Manfred Hageneder im Krisenmodus. „Man bekommt den Eindruck, Corona ist jetzt wirklich in der Bevölkerung angekommen“, erläutert der Bezirkshauptmann.
„Die Verbreitung des Virus findet im gesamten Bezirk statt. Egal ob im ländlichen oder städtischen Bereich und quer durch alle Altersgruppen.“ Das macht eine Rückverfolgung auch immer schwieriger, wie Hageneder bestätigt. „Wir wissen oft nicht mehr, wo die Infektion herkommt. Auch bei sehr umsichtigen Leuten wird es immer schwieriger.“
Trotz Unterstützung des Bundesheeres und externer Unterstützungskräfte ist das Contact-Tracing an den Kapazitätsgrenzen angelangt.
Schulen nicht vor Schließung
Auch in den Kinderbetreuungseinrichtungen kommt es immer wieder zu Infektionen, „derzeit haben wir aber keinen besonderen Hotspot in Schulen“, so Hageneder. Wie dort könnte aber auch in Alten- und Pflegeheimen bald das Personal knapp werden.
„Wir haben schon in den letzten Wochen die Schutzmaßnahmen verstärkt, dennoch hatten wir bestätigte Fälle in einigen Einrichtungen“, so der Bezirkshauptmann, der nach der Schließung für Besucher in Pflegeeinrichtungen eine weitere besondere psychische Belastung für die Bewohner befürchtet.


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