Sozialistische Jugend Linz-Land setzt sich für Frauenrechte ein
LINZ-LAND. Die Sozialistische Jugend (SJ) Linz-Land macht während der Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ unter anderem auf das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch aufmerksam.

„Das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch darf nicht eingeschränkt werden“, fordert Michaela Feichtl, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Linz-Land. In Polen konnte nur knapp ein absolutes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen abgewandt werden. „Das zeigt, dass auch in Europa Frauenrechte nicht in Stein gemeißelt sind“, so Feichtl.
Die Sozialistische Jugend protestierte im Zuge der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ mit einer Fotoaktion inklusive Kleiderbügel in Traun. Diese symbolisieren illegale Schwangerschaftsabbrüche, welche Frauen in Anspruch nehmen müssen, wenn es keine legalen Möglichkeiten gibt.
Die Kleiderbügel wurden anschließend mit angebrachten Flyern, die für die Thematik sensibilisieren und auf denen die Telefonnummer der Frauenhelpline (0800 222 555) notiert ist, verteilt.
Mehr Geld für Frauenhäuser
Auch an der Frauenpolitik der aktuellen Regierung übt die SJ Kritik: „Seit Beginn der Corona-Krise steigt die Gewalt gegen Frauen massiv an.“ Die Frauenhäuser in OÖ sind stark ausgelastet und auch das Gewaltschutzzentrum OÖ und das Autonome Frauenzentrum sind aufgrund des massiv angestiegenen Bedarfs an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt.
„Es braucht endlich mehr Gelder für den Gewaltschutzbereich“, kritisiert Feichtl abschließend. „Als Jugendorganisationen kämpfen wir für echten Gewaltschutz statt Lippenbekenntnissen und oberflächlichen Betroffenheitsbekundungen“, sagt Eva Reiter, Frauensprecherin der SJ OÖ.


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