„Wir müssen bei Projekten regulierend eingreifen“
WILHERING. In der Marktgemeinde wird gerade ordentlich gebaut. Tips hat mit Bürgermeister Mario Mühlböck über weitere Wohnbauprojekte, die Verkehrssituation in Wilhering und seinen Gesundheitszustand nach seinem Autounfall Anfang des Jahres gesprochen.

Tips: Zunächst die wichtigste Frage: Wie geht es dir nach deinem Verkehrsunfall?
Mario Mühlböck: Ich bin auf dem besten Weg, Gott sei Dank. Man ist froh, dass man ausgestiegen ist, alles andere vergisst man dann schnell. Immerhin habe ich mir fünf Rippen und das Brustbein gebrochen, außerdem wurde meine Hand zwei Stunden operiert. Manchmal spüre ich noch leichte Schmerzen, aber mir geht es mittlerweile ganz gut. Ich denke auch überhaupt nicht mehr daran, wenn ich jetzt an der Unfallstelle vorbeifahre.
Tips: In Wilhering sind aktuell einige Wohnbauprojekte im Entstehen?
Mühlböck: Wir haben jetzt sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen in Bau, danach dürfte der Bedarf für einige Zeit – der sich immer nach einigen Jahren ergibt – gedeckt sein. Das ist mir ganz wichtig. Wir wollen nicht ständig dahinbauen. Von über 40 Mietwohnungen konnten 21 sofort an Wilheringer vergeben werden. Besonders freut es mich, dass viele Heimkehrer dabei sind, die vorübergehend wegziehen mussten und jetzt froh sind, dass sie zuhause eine Wohnung bekommen.
Tips: Wie soll es da weitergehen?
Mühlböck: Wir sind gerade dabei, die Siedlungen zu durchforsten und mit Bebauungsplänen regulierend einzugreifen, weil viele Makler und private Wohnbauträger mehrfach überziehen mit dem, was sie hier hinstellen möchten. Da wurden Häuser eingereicht, die einfach nicht in Siedlungen passen.
Tips: Gibt es schon konkrete Pläne für den Schöneringer Ortsplatz?
Mühlböck: Es wurde politisch vereinbart, nach der Fertigstellung der ersten drei gerade in Bau befindlichen Objekte der OÖ Wohnbau über das Thema Ortsplatzgestaltung weiterzusprechen. Die Dorfgemeinschaft Schönering hat mit einigen Vereinen ein Projekt mit der alten Wilia-Garage vor. Die Präsentation wurde wegen Corona bislang verschoben, soll jedoch in naher Zukunft nachgeholt werden. Das Konzept werden wir uns aber jedenfalls gerne ansehen.
Tips: Wie verliefen die ersten Gespräche mit dem Klimamanager der Klimamodellregion?
Mühlböck: Für alle drei teilnehmenden Kommunen sprechend, sind wir ganz stark in Richtung fahrradfreundliche Gemeinden und Elektromobilität – an wichtigen Verkehrsdrehscheiben auch mit E-Car-Sharing – unterwegs. Die Planungen für einen Radweg durchs Mühlbachtal sind am Laufen, da warten wir noch auf den Radweg entlang der LILO. Wir setzen auch verstärkt auf Beratungen, um die Bevölkerung mit einzubinden.
Tips: In der letzten Zeit sieht man immer wieder Geschwindigkeitsanzeiger neben den Straßen. Wird in Wilhering gerast?
Mühlböck: Das Thema Verkehr ist in der Gemeinde ein großes Thema. Man hört immer wieder, dass zu schnell gefahren wird. Wir versuchen, mit Verkehrsberuhigungsmaßnahmen an geeigneten Stellen einzugreifen. Wir müssen aber auch an die Bevölkerung appellieren, sich selbst zu hinterfragen, ob man nicht auch manchmal zu schnell unterwegs ist. Land und Bezirkshauptmannschaft haben sich auch die Situation an der B129 in Schönering angesehen. Da warten wir als Gemeinde jetzt auf eine Entscheidung, ob hier vielleicht ein Tempolimit kommen könnte.
Tips: Mitte Mai sind Öffnungsschritte geplant. Wird es heuer eine Ferienaktion für Kinder geben?
Mühlböck: Wir haben die Anbieter und Veranstalter aufgerufen, sie sollen jeweils höchstens drei Angebote abgeben, die auch Corona-konform durchzuführen sind. Viele bieten ihre Aktionen dahingehend outdoor an. Aber es wird jedenfalls etwas für die Kinder angeboten werden.


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