Bauhofkooperation - Fünf Gemeinden aus dem Bezirk wollen enger zusammenarbeiten
LINZ-LAND. Die Gemeinden Allhaming, Eggendorf, Kematen, Neuhofen und Piberbach beschäftigen sich in den letzten Jahren stetig mit möglichen Kooperationsformen in den unterschiedlichen Abteilungen und ganz besonders im Bauhofbereich. De facto wird bereits seit geraumer Zeit eine Art Maschinenkooperation betrieben. Benötigte Geräte werden gemeinsam angekauft und/oder gegenseitig ausgeliehen, um den Nutzungsgrad der Einsatzgeräte entsprechend zu erhöhen und Steuergelder vorteilhafter zu nutzen.

Die Gemeinden betreiben derzeit jedoch alle noch selbstständig einen Bauhof. Von den dort eingesetzten Mitarbeitern werden Dienstleistungen wie Grünpflege, Straßenunterhaltung, Straßenreinigung und Winterdienst durchgeführt. Vor allem kleinere Gemeinden stehen jedoch immer öfter vor der Herausforderung, geeignetes Personal zu finden sowie die notwendigen Gerätschaften anzuschaffen, auszulasten bzw. in Schuss zu halten.
Aus diesem Grund haben sich die freiheitlichen Vertreter des südwestlichen Bezirkes Linz-Land zusammengeschlossen und fordern ihre Bürgermeister auf, hier eine überregionale Kooperation anzustreben. „Ein gemeinsamer Bauhof bietet für alle Gemeinden Vorteile. Durch eine Konzentration der Dienstleistungen können Kosten gespart und der Einsatz von Personal und Technik optimiert werden. Der Flächenverbrauch wird aufgrund einer effizienteren Nutzung reduziert, wodurch sich ökologische Vorteile ergeben“, sind sich die freiheitlichen Gemeindevertreter Jürgen Lederhilger (Neuhofen), Othmar Wagner (Piberbach), Hagen Mosser (Allhaming) und Karin Leitner (Kematen) einig und unterstreichen ihr Vorhaben.
„Der Bauhof auf einem Standort bewirkt eine höhere Spezialisierung der eingesetzten Mitarbeiter und eine bessere Rund-um-die-Uhr-Betreuung, etwa beim Winterdienst. Die Schlagkraft bei einem Schadensfall, zum Beispiel bei Starkregen, ist höher. Beim Altstoffsammelzentrum Kremstal an der B139 funktioniert die Zusammenarbeit gut. Die Standortfrage ist zu klären, aber entlang der B139 gibt es bestimmt Möglichkeiten.“
Wichtige Zusammenarbeit
Bereits im Herbst 2021 wurde zwischen den Bürgermeistern der Region vereinbart, die Zusammenarbeit auf eine neue Entwicklungsstufe stellen zu wollen, um Arbeitskraft, Standort und Maschinenauslastung optimaler auszugestalten. Das gab den Kick-off zu einem Vorprojekt, welches die Machbarkeit und etwaige Kooperationsvarianten offenbaren soll. „Ergebnisse auf Fragen wie Standort(e), zu bedienende Infrastruktur, Dienstrecht, Ressourcenschonung, Umweltschutz usw. sollen einen fundierten sowie transparenten Einblick und Lösungsmöglichkeiten bieten“, so Kematens Bürgermeister Markus Stadlbauer.
Synergien optimal nutzen
„Wir sind bestrebt, die Zusammenarbeit in diesem Bereich noch effizienter zu gestalten. Ich freue mich über alle Ideen, dabei noch besser zu werden“, erklärt Neuhofens Bürgermeister Christian Maurer. Auch sein Amtskollege aus Piberbach, Markus Mitterbaur, hält viel davon, Potentiale noch besser auszuschöpfen. Wichtig ist ihm dabei, mit den Bauhofmitarbeitern selbst zu sprechen: „Die gehören jedenfalls in den Prozess eingebunden.“
Auch bestehende Kooperationen werden in der nächsten Zeit kontaktiert. „Wir werden Zahlen und Fakten genau analysieren. Bei einer weiteren Kooperation müssen Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit erfüllt sein“, so Mitterbaur. Die freiheitlichen Vertreter werden in der nächsten Gemeinderatssitzung einen Antrag einbringen und die Bürgermeister ersuchen, eine überregionale Bauhofkooperation zu sondieren und Fördermöglichkeiten des Landes Oberösterreich zu eruieren.


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