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WILHERING. Das Thema Verkehr bewegt aktuell die Bevölkerung der Marktgemeinde. Tips hat sich mit Bürgermeister Mario Mühlböck außerdem noch über Wohnbau, Klimaschutz und die Ukraine-Krise unterhalten.

Bürgermeister Mario Mühlböck (Foto: SPÖ)
Bürgermeister Mario Mühlböck (Foto: SPÖ)

Tips:In Wilhering herrscht gerade rege Bautätigkeit. Wie geht es mit den aktuellen Projekten voran?

Mario Mühlböck: Die Mietwohnungen in Schönering gegenüber der Apotheke werden schon demnächst, am 21. Juni, übergeben. Auch die Eigentumswohnungen im Ortszentrum von Schönering sind im Fertigwerden und sollen heuer noch übergeben werden. Auch bei den Reihenhausanlagen an der alten Landstraße sind die Bautätigkeiten in der finalen Phase.

Tips: Stehen weitere Projekte vor der Realisierung oder sind in Planung?

Mühlböck: Sonst sind derzeit in Wilhering keine größeren Wohnbauvorhaben geplant. Interessant ist, dass trotz des Wohnbaus – wie wir auch vor Kurzem bei einer Bürgermeisterkonferenz wieder vorgestellt bekommen haben – neben Wilhering nur seit Neuestem auch für Asten ein Bevölkerungsrückgang von bis zu fünf Prozent bis 2040 prognostiziert wird.

Tips:Welche Auswirkungen hat das auf Infrastruktur und Dorfleben?

Mühlböck: Wir haben das auch immer aufgezeigt. Gerade im Bereich Dörnbach/Hitzing gibt es die ersten Probleme, indem man eine Kindergartengruppe ab September schließen muss. Und dass auch die Volksschule sehr viele auswärtige Schüler aufnimmt, um ihre Klassen aufrechterhalten zu können.

Tips:Das Thema Verkehr lässt oftmals in der Gemeinde die Wogen hochgehen. Wie geht es bei der Ortsausfahrt Schönering weiter?

Mühlböck: Bei der Kreuzung beim ehemaligen Lagerhaus und der Saatbau hatten wir innerhalb kürzester Zeit dreimal das Land OÖ hier gehabt, weil dort schwere Unfälle passiert sind. Daher ist von Alkoven kommend geplant, einen Fahrbahnteiler zu errichten, der die Geschwindigkeit durch eine Straßenverschwenkung einbremsen soll.

Tips:Gibt es weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit?

Mühlböck: Ein wichtiges Projekt ist sehr weit gediehen, und zwar eine neue WILIA-Haltestelle in Ufer. Die muss auf Anordnung des Landes OÖ aus dem Kurvenbereich verschwinden und so hat man ungefähr 80 Meter versetzt Richtung Griechen eine Fahrbahnhaltestelle geplant. Was uns außerdem sehr freut, ist, dass wir in den Planungen mit dem Radweg von der Hitzinger Verkehrsdrehscheibe bis zur Volksschule Dörnbach schon sehr weit fortgeschritten sind. Da beschäftigen wir uns gerade damit, wie wir das Volksschulgebäude und die Brauerei umfahren können und dann wird es in die Grundeinlösung gehen.

Tips:Der Ausbau erneuerbarer Energieformen wird gerade stark forciert. Wie schaut die Situation aktuell in Wilhering aus?

Mühlböck: Wir haben eingeleitet, dass demnächst mit einer über den Energiesparverband und Land OÖ geförderten Analyse der öffentlichen Gebäude der Marktgemeinde Wilhering begonnen wird. Diese Analyse soll zeigen, bei welchen öffentlichen Gebäuden eine Photovoltaik-Anlage vorrangig Sinn hat und welche überhaupt geeignet sind. Wir wollen die Stocksporthalle in Schönering da ganz stark miteinbeziehen, weil sie riesige Flächen bietet.

Tips:Was wird sonst noch für den Umwelt- und Klimaschutz getan?

Mühlböck: Es ist in Wilhering schon zur Selbstverständlichkeit geworden, dass sich die Bürger jedes Jahr Blumensaatgut bei der Gemeinde abholen können, weil wir stolz darauf sind, Bienenfreundliche Gemeinde zu sein. Besonders bedanken möchte ich mich bei den Wilheringer Landwirten, die sehr stark am Programm der Brachebildung teilnehmen.

Tips:Inwiefern ist die Gemeinde von der Ukraine-Krise betroffen?

Mühlböck: Ich möchte mich bei allen Wilheringern bedanken, die im Stillen ukrainische Flüchtlinge bei sich aufgenommen haben. Wir hatten bis zu 15 Quartiergeber und an die 80 Flüchtlinge. Die Hilfsbereitschaft war und ist weiterhin wirklich sehr groß.


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