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Neues Altpapier-Holsystem und Freizeitangebote im Leondinger Gemeinderat beschlossen

Marlis Schlatte, 06.07.2022 16:58

LEONDING. Zum letzten Mal vor der Sommerpause tagte der Leondinger Gemeinderat in dieser Woche. Auf der Tagesordnung standen neben der Bestellung der neuen Geschäftsführerin für die Agentur für Standort und Wirtschaft und der Einführung eines Altpapier-Holsystems weitere wichtige Agenden rund um Kinderbetreuung, Sicherheit und Freizeit

 (Foto: Fotoklub Leonding/Ewald Kahlbacher)
(Foto: Fotoklub Leonding/Ewald Kahlbacher)

Nach dem Wechsel von Susanne Steckerl wird ab 1. September Daniela Limberger die Funktion der neuen Geschäftsführung für die Agentur für Standort und Wirtschaft übernehmen. Ihre Bestellung wurde vom Leondinger Gemeinderat beschlossen. Weiters ging es in der Gemeinderatssitzung um die Bebauungsplanänderung Untergaumberg. Die Stadt Leonding möchte das Kinderbetreuungsangebot noch weiter ausbauen. Im Stadtteil Untergaumberg soll neben dem Aktivtreff ein fünfgruppiger Kindergarten entstehen. Um die Planungen aufzunehmen, ist eine Bebauungsplanänderung notwendig. Der Beschluss sei der Startschuss für ein groß angelegtes Ausbauprogramm der Kinderbetreuung in Leonding in den nächsten fünf bis zehn Jahren.

Leondinger für den Europa-Gemeinderat

Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) und die Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich haben die Initiative „Europa fängt in der Gemeinde an“ ins Leben gerufen. Für Leonding werden künftig Bernhard Mader (SPÖ), Julian Prucha (ÖVP), Lukas Linemayr (GRÜNE), Peter Gattringer (FPÖ), Gabriele Socher (MFG) und Markus Prischl (NEOS) im Europa-Gemeinderat vertreten sein. Für diese ehrenamtliche Tätigkeit sei ein kostenloses Angebot, wie etwa regelmäßige Netzwerktreffen, Fortbildungen zu aktuellen europapolitischen Themen, vorgesehen.Um die Teuerungen für die Menschen konkret abzufedern, plant der Gemeinderat, ein Sonderbudget zu beschließen. Damit sollen schwierige Lebenslagen von Leondingern entschärft werden, die aufgrund der aktuellen Teuerungen entstehen. Die genauen Vergabekriterien sowie die Höhe des Budgets wird der Sozialausschuss erarbeiten und dem Gemeinderat am 22. September 2022 zur Beschlussfassung vorlegen.

Holsystem statt Sammelzentren

Ein weiterer wichtiger Punkt, der im Gemeinderat besprochen wurde, ist das Holsystem für Altpapier. Aktuell entsorgen die LeondingerInnen ihr Altpapier in Altstoffsammelinseln und im Altstoffsammelzentrum. Nun möchte die Stadt auf ein Holsystem wechseln. Um das Holsystem zu testen, wurde in Doppl-Hart vor einiger Zeit die Altpapiertonne auf privaten Grundstücken eingeführt. Eine anschließende Befragung der NutzerInnen fiel äußerst positiv aus. Als nächster Schritt soll der Bezirksabfallverband die Stadt Leonding in seiner nächsten Ausschreibung berücksichtigen. Sollten dort alle Beschlüsse dafür gefasst werden, könnte das Holsystem der Altpapiertonne in ganz Leonding im Laufe des Jahres 2023 eingeführt werden.

Outdoor escape

Außerdem wurde beschlossen, dass die Stadt rund 213.000 Euro in vier neue Löschwasserbehälter in Rufling, beim ehemaligen Mostbauer Schneiderbauer, am Parkplatz Forsthausstraße sowie beim Turm 13 für eine Verbesserung der Löschwassersituation investiert. Zudem wurden gleich zwei vielversprechende neue Freizeitangebote beschlossen, die nicht nur jungen Menschen, sondern allen Junggebliebenen großen Spaß machen werden. Im Zuge einer spannenden Rätsel-Rallye (Outdoor escape) wird Leonding zum „Spielfeld“. Via App begeben sich die Spielerinnen und Spieler auf die Suche nach einem Römer-Schatz durch die Stadt. Das Ganze funktioniert nicht nur virtuell, sondern man bleibt auch in Bewegung. Nähere Infos werden auf www.leonding.at bekanntgegeben. In Bewegung bleibt man auch auf der Motorik- und Fitnessstrecke, die im Stadtpark geplant ist. Mit diesem Beschluss kommt die Stadtpolitik dem Wunsch der Menschen in Leonding nach, den Stadtpark stärker zu beleben. Die Geräte der Motorik- und Fitnessstrecke werden weitgehend aus Holz sein und sich gut in das Ambiente des Parks fügen. Geplant sind sieben Stationen, vom Balancierkreis, über Kletterstrecken bis hin zu einer Stehseilschaukel.


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