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LEONDING/OÖ. Das aktuelle Preisniveau lässt das tägliche Leben immer schwieriger zu finanzieren. Für manche Bürger ist der tägliche Einkauf bereits zu teuer. In solchen Fällen sind die Sozialmärkte besonders wichtig. Da auch hier die Güter des täglichen Gebrauchs immer knapper werden, unterstützt das Land die Sozialmärkte mit zusätzlichen Warenlieferungen aus der Industrie, einer eigenen Sonderförderung sowie einer koordinierten Ehrenamtsinitiative.

Rot-Kreuz Bezirksgeschäftsleiter Paul Reinthaler (l.), LH Thomas Stelzer (Mitte), Michaela Keplinger-Mitterlehner (2.v.r.) von der RLB OÖ und Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (r.) bei der Präsentation des Pakets (Foto: Land OÖ/Hermann Walkolbinger)

Seit mehreren Monaten sind die Sozialmärkte mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Das Angebot an Grundnahrungsmitteln, die den Sozialmärkten zur Verfügung gestellt werden, geht zurück. Grund dafür sind neben der Teuerung und den aktuellen Herausforderung der Lebensmittelindustrie wie Energie oder Lieferketten aber insbesondere auch neue Apps und Initiativen. In den vergangenen Jahren entstanden neue Initiativen und digitale Anbieter, die unverkaufte Waren von Lebensmittelproduzenten oder –händlern wiederverwerten wollen. Diese Marktveränderung führt dazu, dass auch Oberösterreichs Sozialmärkte weniger Grundnahrungsmittel zur Verfügung gestellt bekommen. Zusätzlich verursacht der eigene Ankauf der Waren aufgrund der Teuerung höhere Kosten.

Land stellt Finanzmittel bereit

„Aufgrund der aktuellen Situation ist ganz Europa mit großen Herausforderungen konfrontiert – auch Oberösterreich. Aber Oberösterreich ist ein starkes Land und vor allem solidarisches Land und unterstützt dort, wo es notwendig ist, weiterhin rasch und zielgerichtet. Sozialmärkte richten sich an jene Menschen, die aufgrund ihres Einkommens auf einen günstigeren Einkauf angewiesen sind. Damit sie ihre Dienste auch weiterhin anbieten können, haben wir ein Sozialmarkt-Paket von insgesamt 800.000 Euro geschnürt. Es zeigt die Solidarität, in diesem Fall insbesondere zwischen unserer Wirtschaft und unseren Landsleuten. In Oberösterreich halten wir zusammen, um Menschen in einer finanziellen Notlage bestmöglich zu unterstützen“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer. „Gerade ein wirtschaftlich starkes Bundesland wie Oberösterreich hat eine doppelte Verantwortung für jene Menschen, die unsere Hilfe brauchen“, unterstreicht Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer

Unterstützung von Partnern

Beteiligungen der Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich im Bereich der Lebensmittelindustrie (Vivatis, Efko, Salinen Austria AG) sowie Schärdinger stellen insgesamt Waren im Wert von 400.000 Euro zur Verfügung. „Der Solidaritätsgedanke ist ein wesentlicher Grundwert unseres Hauses. Ich hoffe, dass viele diesem Beistand folgen“, so Michaela Keplinger-Mitterlehner, RLB OÖ-Generaldirektorin-Stellvertreterin. Das Land verdoppelt diesen Wert und stellt den Sozialmärkten zusätzlich eine Sonderförderung von 400.000 Euro zur Verfügung, um ihre Mehrkosten abdecken bzw. Liefer- und Kühlketten aufrechterhalten können.

Zielgerichtete Hilfe

Die Sozialmärkte bilden ein zentrales Element des sozialen Netzes im Land. Sie stehen gezielt Landsleuten mit niedrigen Einkommen zur Verfügung. Etwa 24.000 Berechtigungskarten wurden für die oberösterreichischen Sozialmärkte ausgegeben. Seit Jahresbeginn ist eine Steigung von etwa 20 bis 25 Prozent zu verzeichnen. „Wir brauchen dringend Waren. Besonders Grundprodukte, aber auch Hygieneartikel“, bedankt sich Paul Reinthaler, Bezirksgeschäftsleiter Linz/Linz-Land des Roten Kreuzes, das 22 Sozialmärkte im Land betreibt, bei der Präsentation des Hilfspakets im Sozialmarkt Leonding. Ohne freiwilligem Engagement ist die wertvolle Arbeit der Sozialmärkte nicht aufrechtzuerhalten. Interessierte Oberösterreicher können sich bei Interesse an soma@ulf-ooe.at wenden und persönlich mithelfen.


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