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LEONDING. Über das Vermögen der Firma L. Liehmann & Co. GmbH, wurde am Freitag, 14. April, am Landesgericht Linz aufgrund eines Eigenantrages das Konkursverfahren eröffnet. Von der Insolvenz sind rund 33 Dienstnehmer und rund 280 Gläubiger betroffen. Die freien Aktiva im Liquidationsfall betragen rund zwei Millionen Euro und stehen unbesicherten Passiva von knapp 3,5 Millionen Euro gegenüber.

 (Foto: Tips)
(Foto: Tips)

Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 1921 gegründet und war bis zum letzten Gesellschafterwechsel im März/April 2022 als Familienbetrieb im Dentalbereich tätig. Als Hauptursache der Insolvenz gibt man im Konkursantrag einen erheblichen Umsatzrückgang im letzten Geschäftsjahr an. Die Hauptgründe dafür liegen darin, dass es der vorherigen – bis vor kurzem tätigen - Geschäftsführung nicht gelang, das seit Jahrzehnten auf persönlichen Beziehungen aufgebaute Exportgeschäft aufrechtzuerhalten. Zudem kam es bei vielen Lieferanten zu stark nachteiligen Veränderungen der Lieferkonditionen. Auch war es nicht mehr möglich, Neukunden im Investitionsgütergeschäft zu gewinnen.

Die seit der Übernahme im Vorjahr finanzierende Hausbank hat laut Aussendung vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) völlig überraschend den laufenden Kreditvertrag fällig gestellt, das erliegende Guthaben aufrechnungsweise gegengerechnet und die gesamte Geschäftsverbindung mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Ein nachfolgender Banktermin am 11. April des Geschäftsführers der Antragstellerin blieb erfolglos. Die Antragstellerin ist damit zahlungsunfähig.

Eine Fortführung und Sanierung der Schuldnerin ist nicht beabsichtigt. Die Gründe dafür sind, dass aus bisherigen Erfahrungen die Mehrzahl der über 200 Lieferanten im Insolvenzverfahren die Antragstellerin kaum weiter beliefern und diese jedenfalls auf Vorauskasse bestehen, die mangels aktueller Liquidität nicht möglich ist. „Da diese Liquidität auch nicht von dritter Seite beigeschafft werden kann, gingen die Kunden verloren und das Unternehmen wird nach Prüfung durch den Masseverwalter voraussichtlich zu schließen und zu verwerten sein“, so Alexander Meinschad vom KSV1870.


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