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TRAUN/HOFKIRCHEN/Ö. Bereits zum zweiten Mal vernetzten sich am 4. und 5. Oktober Jungbürgermeister unter 40 Jahren aus ganz Österreich sowie eine Delegation aus Deutschland in Traun und Hofkirchen zum fachlichen und persönlichen Austausch. Im Zentrum stand die Nachwuchsförderung in der Kommunalpolitik, das Thema Bürgerbeteiligung sowie Führen und Mitarbeiterbindung in Zeiten von Personalmangel.

V.l.: Karl-Heinz Koll, Nicole Thaller und Markus Kleemann aus Oberstenfeld (Deutschland) (Foto: Tips/Ramaseder)

Aktuell gibt es in Österreich 188 Bürgermeister unter 40 Jahren. Das entspricht einem Anteil von knapp neun Prozent. Der jüngste ist Florian Hofmann aus Pernersdorf (NÖ, 23 Jahre). Die jüngste Bürgermeisterin ist Nicole Thaller aus Hofkirchen im Traunkreis. Die 27-Jährige fungierte gemeinsam mit Karl-Heinz Koll aus Traun (34 Jahre) als Gastgeberin des diesjährigen Jungbürgermeister-Treffens.

Am meisten junge Ortschefs gibt es derzeit mit stolzen 46 Personen in Oberösterreich. Die Sprecher der österreichischen Jungbürgermeister Fabio Halb (26 Jahre, Mühlgraben) und Bernadette Geieregger (30 Jahre, Kaltenleutgeben) betonen: „Ganz gleich, in welchem Alter man ins Bürgermeisteramt kommt, die Aufgabe birgt Herausforderungen aber auch Chancen.

„Frische“ Herangehensweise

Gerade junge Bürgermeister gehen aber immer wieder anders an die Dinge heran. Ganz besonders im Hinblick auf die Digitalisierung und die Künstliche Intelligenz sind junge Amtsträger offener und trauen sich eher, neue Wege zu gehen. Aber sie haben oftmals auch einen besseren Draht zur Jugend und können sie für die Gemeindepolitik motivieren.“ Eine Studie des Jugendkulturforschungsinstituts im Auftrag des Österreichischen Gemeindebundes zeigt: Junge Menschen schätzen das gemeinschaftliche Leben am Land.

Mehr als die Hälfte der 16- bis 34-Jährigen geben an, sich ehrenamtlich zu engagieren. „Es stimmt nicht, dass die Jungen nicht mehr arbeiten wollen. Sie wollen auf ihre Art und Weise eingebunden werden. In der Jugend schlummert großes Potenzial. Daher können wir nur an alle Gemeinden appellieren: Lasst die Jungen ran und bindet sie in Entscheidungen ein“, so Bernadette Geieregger und Fabio Halb.

Interessantes Programm

An den zwei Tagen erwartete die jungen Kommunalpolitiker ein abwechslungsreiches Programm. Auf der Bühne teilte Geschäftsführerin Eva Maria Pürmayer wertvolle Erfahrungen aus ihrer Führungsrolle in einer modernen Arbeitswelt. Der Mentalexperte Manuel Horeth gab Tipps zum Mindset für Führungskräfte, und Landesrat Markus Achleitner lud zu einem Kamingespräch und gemeinsamer Diskussion mit Staatssekretärin Claudia Plakolm ein.

Franziska Cecon und Renate Sabine Kränzl-Nagl von der FH Linz gaben Einblicke in erfolgreiche Bürgerbeteiligungsprojekte, und die gastgebenden Bürgermeister brachten dazu Beispiele aus der Praxis. Das fachliche Programm wurde umrahmt von zwei Stadt- bzw. Ortsrundgängen in Hofkirchen und Traun sowie einem gemeinsamen Clubbing mit DJ Greenice, auch bekannt als Fabian Grüneis, Bürgermeister von Waizenkirchen und jüngster Bürgermeister Oberösterreichs.


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