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KEMATEN. In der Gemeinderatssitzung vom 4. Oktober 2022 wurde eine Einbahnstraßenregelung im Zentrum Ost beschlossen, die auf geteilte Meinungen in der Bevölkerung stieß. Ein Antrag zur Aufhebung der Verordnung wurde in der Gemeinderatssitzung am 7. Dezember von ÖVP und FPÖ abgelehnt.

Die Einbahnregelung sorgt für teilweise große Umwege. (Foto: Gemeinde Kematen)
Die Einbahnregelung sorgt für teilweise große Umwege. (Foto: Gemeinde Kematen)

Bereits vor der Entscheidung gab es Proteste von Anrainern, die eine Unterschriftenliste gegen das Einbahnsystem einreichten. Die Verordnung trat im November dennoch in Kraft und führte zu erheblichen Umwegen für Bewohner, insbesondere durch die Durchfahrtssperre am Bachweg. Nach den Aufregungen der Bevölkerung brachte die Bürgerliste PRO mit ihrem zuständigen Bauausschussobmann einen zweiten Gemeinderatsantrag zur Aufhebung der Verordnung ein. Nach langer Diskussion in der Gemeinderatssitzung am 7. Dezember wurde dieser Antrag für die Aufhebung der Verordnung wieder von der ÖVP und FPÖ abgelehnt.

„Wir setzen uns für die Adaptierung des Verkehrskonzeptes Kematen Ost ein. Die derzeitige Verordnung hat sich in der Praxis als untauglich herausgestellt, weshalb wir einen entsprechenden Vorschlag zur Überarbeitung für die nächste Sitzung des Bauausschusses am 20. Dezember eingebracht haben“, gibt Kematens FPÖ-Fraktionsobmann Christian Deutinger bekannt. „Viel besser wäre es gewesen, wenn die betroffenen Bürger in die Entscheidungen und deren Vorbereitungen für eine Verkehrsberuhigung vor Beschluss einbezogen worden wären“, kritisiert auch Gemeindevorstand Helmut Führlinger (SPÖ) das Vorgehen.

Gemeinsame Lösung finden

Bürgermeister Markus Stadlbauer betont, dass die Thematik bereits mehrfach beraten wurde. Neue Erkenntnisse sollen dazu beitragen, eine positive Lösung im Sinne aller zu finden. Stadlbauer hebt hervor, dass der Umweg für Autofahrer nicht gravierend sei, während die Verkehrsberuhigung im Bereich des Kindergartens vorrangig wichtig sei. Die Diskussion über die Verkehrsregelung im Zentrum Ost geht somit weiter. Eine erneute Behandlung der Problematik steht vor Weihnachten im zuständigen Bauausschuss an. „Ich gehe von einer gemeinsamen Lösung aus, die im Bauausschuss erarbeitet wird und mit der BH abgestimmt wird“, so der Kematner Bürgermeister.


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