Ärztinnen-Trio eröffnet neues Primärversorgungszentrum in Ansfelden-Haid
ANSFELDEN/HAID. Die drei Allgemeinmedizinerinnen Katharina Mitter, Anna Leitner und Katrin Ritzberger, werden am Montag, 12. Jänner, das Primärversorgungszentrum (PVZ) in der Salzburger Straße 8a im Ansfeldner Stadtteil Haid eröffnen. Unterstützt werden die drei Frauen von einem Team bestehend aus Physiotherapeuten, Sozialarbeitern und Psychotherapeuten. Rund 12.000 Patienten sollen hier jährlich versorgt und betreut werden können.
Es ist die 20. Primärversorgungseinheit in Oberösterreich, die mit kommendem Montag erst mal mit einer Übergangslösung als 400 Quadratmeter große Container-Immobilie an den Start geht. Katharina Mitter, Anna Leitner und Katrin Ritzberger kümmern sich hier als Kassenärtzinnen für die Gesundheit der Menschen im Umzugsgebiet rund um Ansfelden-Haid. Rund 12.000 Patienten sollen hier jährlich versorgt und betreut werden können.
Ursula Krepp, Vorsitzende des Landesstellenausschusses der Gesundheitskrankenkasse (ÖGK) Oberösterreich betont, dass „es gerade in Zeiten des demografischen Wandels und zunehmender Komplexität medizinischer Fragen entscheidend ist, Versorgung neu zu denken“. Das PVZ gebe den Menschen Sicherheit, wohnortnahe Betreuung und entlaste Krankenhäuser.
Vollausbau am selben Standort eröffnet Mitte 2028
Der Vollausbau soll parallel zu den blauen, bereits bestehenden Containern in der Salzburger Straße, in denen es, laut Mitter „schön, gemütlich und warm ist“, mit 1. Juli 2028 in Betrieb gehen. Bereits in der Startphase stehen erweiterte Öffnungszeiten mit 40 Wochenstunden Allgemeinmedizin zur Verfügung.
Frauenpower und geballte Kompetenz unter einem Dach
Neben den drei Ärztinnen wird das PVZ Ansfelden-Haid von einem erweiterten Team unterstützt, bestehend aus:
- Physiotherapie mit 40 Wochenstunden
- Sozialarbeit mit 20 Wochenstunden
- Psychotherapie, beziehungsweise Klinischer Psychologie mit 20 Wochenstunden
Die Website ist bereits online und informiert über die genauen Öffnungszeiten und Kontaktdaten.
Niedermoser: „PVZ als weitere Blume im bunten Strauß der Gesundheitsversorgung“
Landeshauptmann-Stellvertreterin und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) sagt: „Primärversorgungszentren vereinen umfassende, multiprofessionelle medizinische Versorgung unter einem Dach und stärken damit die medizinische Versorgung im Land. Gleichzeitig entlasten solche Zentren die Mitarbeitenden in Spitälern.“
Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser bestätigt die Worte der Landesrätin, und erklärt: „Eine Primärversorgungseinheit ist eine weitere Blume im bunten Strauß an Möglichkeiten, wie die Ärzteschaft als Team zusammenarbeiten kann. Gerade für junge Kolleginnen ist es eine attraktive Möglichkeit, Beruf und Familie zu vereinbaren.“ Gleichzeitig fordert er mehr Unterstützung für Ärzte, die eine Einzelpraxis eröffnen möchten.
Insgesamt sieben Allgemeinmediziner in Ansfelden
In Ansfelden gibt es neben den drei Kassenärztinnen im PVZ noch vier weitere praktische Ärzte, laut Christian Partoll, FP-Bürgermeister der Stadt. Der zeigt sich erfreut über dieses neue „zukunftsorientierte Angebot“: „Das PVZ in Haid ist ein großer Gewinn für Ansfelden. Es bedeutet mehr Sicherheit, bessere Erreichbarkeit und moderne medizinische Betreuung.“
Der Bau des Zentrums erfolge laut dem Ortschef durch eine Wohngenossenschaft. Mieter oder Eigentümer könnte die Stadt Ansfelden werden. Allerdings sind hier die Gespräche noch am Laufen.
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