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Prambachkirchnerin spricht über ihren Weg in die Technik

Katharina Bocksleitner, 28.02.2026 08:00

PRAMBACHKIRCHEN. Lisa Wazinger aus Prambachkirchen arbeitet als Verfahrenstechnikerin bei Scheuch in Aurolzmünster. Anlässlich des Weltfrauentags spricht sie über ihren Weg zur Umwelttechnik und darüber, warum Mut oft wichtiger ist als Perfektion.

Verfahrenstechnikerin Lisa Wazinger aus Prambachkirchen (Foto: Scheuch)
Verfahrenstechnikerin Lisa Wazinger aus Prambachkirchen (Foto: Scheuch)

Begonnen hat alles 2023 mit einem Praktikum in der Forschung und Entwicklung bei Scheuch. Im Rahmen ihrer Masterarbeit untersuchte Wazinger das Verbrennungsverhalten unterschiedlicher Stoffe und sammelte erste Erfahrungen in der Industrie. Die 25-Jährige erklärt: „Im Studium lernt man die theoretischen Grundlagen, aber in der Anwendung merkt man, wie dynamisch technische Fragestellungen tatsächlich sind. Gerade wenn Anforderungen sich schnell ändern, ist es umso wichtiger, Wissen zu bündeln und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“

Inzwischen beschäftigt sich Wazinger bei Scheuch mit katalytischen Verfahren für die Umwelttechnik. Dabei handelt es sich um Technologien, die schädliche Abgase mithilfe spezieller Materialien in deutlich weniger belastende Stoffe umwandeln. Ihr Aufgabenbereich reicht von Auslegungsberechnungen und der Planung von Versuchsanlagen bis hin zu Messkampagnen direkt im industriellen Umfeld. Hierbei analysiert sie Prozesse und entwickelt technische Lösungen Schritt für Schritt weiter.

Teamgeist und Mut

„Die perfekte Antwort steht nicht im Lehrbuch. Man muss sie sich im Team erarbeiten. Unterschiedliche Fachbereiche und Perspektiven bringen dabei den entscheidenden Mehrwert“, sagt Wazinger – auch weil vielfältige Teams Innovation und Entscheidungsprozesse stärken: „Rein männliche Teams sind heute deutlich seltener. Zudem gibt es mehr sichtbare Role Models sowie Organisationen und Programme, die Frauen in MINT-Bereichen (Berufe und Studienrichtungen, die sich mit Mathematik, Technik, digitalen Anwendungen und wissenschaftlichen Zusammenhängen beschäftigen) gezielt unterstützen und bestehende Hürden weiter abbauen.“ Die Motivation für ihre Arbeit schöpft Wazinger aus der Verbindung aus fachlicher Herausforderung und gesellschaftlicher Relevanz: „Umwelttechnik liefert konkrete Lösungen zur Emissionsminderung und Optimierung der Ressourceneffizienz – und genau daran täglich mitzuarbeiten, ist für mich Antrieb und Verantwortung zugleich.“ Ihre Botschaft an junge Frauen ist klar: „Traut euch. Man muss am Anfang nicht alles wissen. Wichtig ist, den Mut zu haben zu starten und dranzubleiben.“


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