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Politische Debatte um neuen Pächter im Schlossrestaurant Traun

David Ramaseder, 27.01.2026 10:08

TRAUN. In der Causa „Neuer Pächter für das Schlossrestaurant“ sorgt ein Artikel von Bürgermeister Karl-Heinz Koll in der jüngsten ÖVP-Zeitung für Kritik seitens der SPÖ Traun. Während der Bürgermeister darin von einer erfolgreichen Pächtersuche spricht, widerspricht die SPÖ dieser Darstellung deutlich.

Rund um das Schlossrestaurant Traun prallen politische Sichtweisen aufeinander. (Foto: Florian Kollmann)

Laut SPÖ liege dem Aufsichtsrat der Kulturpark Traun GmbH bislang weder ein beschlussreifer Pachtvertrag noch ein Termin für eine entsprechende Sitzung vor. Damit gebe es formal noch keinen neuen Pächter. Das Schlossrestaurant stehe bereits seit November 2024 leer, wodurch der Stadt nicht nur finanzielle Verluste entstanden seien, sondern auch ein Imageschaden, etwa durch den Wegfall als Veranstaltungsort. Die Verantwortung dafür sieht die SPÖ ausschließlich beim Bürgermeister, der die Pächtersuche zur Chefsache erklärt habe.

Stadtparteivorsitzender StR Dominik Ortmann kritisiert: „Wäre Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Koll seiner Verpflichtung nachgekommen und hätte bereits 2024 mit Bekanntwerden der Kündigung eine externe Firma mit der Pächtersuche beauftragt, wäre sowohl der finanzielle Schaden für die Stadt als auch der Imageschaden für das Schloss wesentlich geringer ausgefallen.“

Bürgermeister Koll weist die Vorwürfe zurück. Er betont, dass die weitere Vorgangsweise nach dem Ausscheiden des früheren Pächters 2024 im Aufsichtsrat einstimmig beschlossen worden sei – inklusive seines persönlichen Auftrags zur Pächtersuche.

Der Aufsichtsrat habe sich, mit Zustimmung aller Fraktionen, für Sudhaus-Gastronom Robert Mader als künftigen Pächter ausgesprochen. Dass es noch keine eigene Sitzung zum Pachtvertrag gegeben habe, sei korrekt, diese sei jedoch für Februar vorgesehen. Kritik an einer fehlenden externen Suche weist Koll zurück und spricht sich für „mehr Inhalte und Sachfragen und weniger politische Spielereien“ aus.


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