Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ANSFELDEN/PUCKING. Jahrelang wurde über das Projekt gestritten, nun ist der Rechtsweg ausgeschöpft: Für die neue Anschlussstelle Traun und die B139 Neu gibt es endgültig grünes Licht. Der Baustart für das Großprojekt ist ab 2027 geplant.

V.l.: Thomas Altof (Bgm. Pucking), LR Mag. Günther Steinkellner und Christian Partoll (Bgm. Ansfelden). (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

Für die geplante neue A1-Anschlussstelle Traun bei Haid sowie die B139 Neu ist das Rechtsmittelverfahren endgültig abgeschlossen. Damit besteht laut Land Oberösterreich nun Rechtssicherheit für die Umsetzung des Großprojekts im Zentralraum.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte bereits Mitte April Beschwerden gegen die UVP-Genehmigungen weitgehend abgewiesen. Da innerhalb der gesetzlichen Frist keine schriftliche Ausfertigung beantragt wurde, sind keine weiteren Rechtsmittel beim Verwaltungs- oder Verfassungsgerichtshof mehr möglich.

Verkehrslandesrat Günther Steinkellner spricht von einem wichtigen Schritt für die Region. „Nach jahrelangen Verzögerungen kann dieses zentrale Verkehrsprojekt nun ohne weitere rechtliche Hürden umgesetzt werden“, so Steinkellner. Die neue Anschlussstelle und die B139 Neu sollen vor allem die Verkehrsbelastung rund um Haid reduzieren.

Kritik übt Steinkellner an der Bürgerinitiative „Grüngürtel statt Westspange“, deren Einsprüche das Projekt über Jahre verzögert hätten. Gleichzeitig verweist er auf die täglichen Staus im betroffenen Bereich.

Auch die Gemeinden erwarten sich deutliche Auswirkungen. Ansfeldens Bürgermeister Christian Partoll sieht durch das Projekt eine Entlastung des Stadtgebiets und neue Entwicklungsmöglichkeiten rund um Haid Center, IKEA und die geplante Regiotram. Thomas Altof, Bürgermeister von Pucking, verweist auf mehr Verkehrssicherheit und bessere Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung seiner Gemeinde.

Im Zuge des UVP-Verfahrens wurden auch ökologische Ausgleichsmaßnahmen festgelegt. Geplant sind unter anderem sogenannte „Kiebitzinseln“ zum Schutz gefährdeter Vogelarten sowie rund neun Hektar Ausgleichsflächen.

Der Baustart ist weiterhin ab 2027 vorgesehen. Zuvor müssen allerdings noch offene Grundeinlöseverträge abgeschlossen werden. Die Fertigstellung der neuen Umfahrung samt Anschlussstelle soll spätestens bis 2030 erfolgen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden