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LINZ. Bei einer Pressekonferenz am Mittwochabend gab Innenminister Wolfgang Sobotka bekannt, dass der Doppelmord an einem Ehepaar in Linz einen IS-Hintergrund haben könnte.

Innenminister Wolfgang Sobotka verkündet im Rahmen einer Pressekonferenz, dass der Doppelmord in Linz mit dem IS in Zusammenhang stehen könnte. Foto: Weihbold

Der Tathergang ist geklärt: Der 54-jährige Täter hat das Ehepaar alleine getötet. Es gab keinen Komplizen. Der Hintergrund der Tat wird jedoch noch untersucht.

Mord mit islamistischem Hintergrund

Wie Innenminister Wolfgang Sobotka jedoch bekannt gab, seien die Ermittler auf bei der Auswertung elektronischer Datenträger des Täters und Sozialer Netzwerke auf Hinweise gestoßen, dass der Tunesier mit dem Terrornetzwerk IS in Kontakt stand. „Wir haben bei der Hausdurchsuchung mehrere elektronische Geräte beschlagnahmen können und die Ermittlungen dieser Medien selbst zeigen eindeutig einen IS-Hintergrund“, erklärt Sobotka im Rahmen der Pressekonferenz gemeinsam mit berösterreichs Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und dem Generaldirektor für Öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler. Aus ermittlungstechnischen Gründen, speziell auch was ein mögliches Netzwerk betrifft in dem der Tunesier aktiv gewesen sein könnte, werden allerdings noch keine genauen Detail bekannt gegeben.

Fassungslosigkeit bei allen Parteien

„Es fällt mir persönlich sehr schwer zu begreifen, warum ein Mann den wir vor fast 30 Jahren in unserem Land aufgenommen haben, derartigen Hass auf unsere Gesellschaft und Sympathien für den Islamischen Staat entwickelt. Und es zeigt auch, dass wir offensichtlich auch in Österreich größere Integrationsprobleme haben, als wir dachten“, zeigt sich Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) tief betroffen.

„Solche verabscheuungswürdigen und unmenschlichen Verbrechen betreffen uns alle zutiefst. Hier wird unser aller Zusammenleben, unser Zusammenhalt in der Gesellschaft aus massivste angegriffen. Solche Taten dürfen sich nicht wiederholen. Gegen solche Entwicklungen müssen wir alle vorgehen, dagegen müssen wir arbeiten, jeden Tag, auf allen Ebenen“, schließt sich Landessprecherin Maria Buchmayr im Namen der Grünen OÖ.

„Neben dem tiefen Schmerz der Familie und der Gefahr für die Allgemeinheit ist zu bedauern, dass derartige Taten Furcht und Misstrauen verbreiten. Ich hoffe, dass die Justiz diese Schandtat angemessen ahndet“, zeigt sich der Linzer FPÖ-Obmann Vbgm Detlef Wimmer erschrocken.


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