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Falsche Polizisten in Linz: Mittlwerweile 30 Anzeigen, Polizei bittet um Vorsicht

Karin Seyringer, 05.10.2018 10:13

LINZ. Bislang rund 30 Anzeigen sind eingelangt, im Fall von Betrügern, die sich via Telefon als Polizisten ausgeben und Geld verlangen. Die Polizei warnt und bittet weiterhin um Vorsicht.

Symbolfoto Foto: Erwin Wodicka
Symbolfoto Foto: Erwin Wodicka

Nach bislang rund 30 eingelangten Anzeigen bittet die Polizei nun erneut um besondere Vorsicht bei dem sogenannten „Kautionstrick“. Wie bereits berichtet, geben sich die Täter als Polizisten oder Kriminalisten aus, spielen den Opfern falsche Tatsachen vor und fordern Geld.

Opfer vor allem ältere Personen

Fast alle Opfer erkannten den Betrugsversuch aufgrund der Warnungen der Polizei und in den Medien. Jedoch hatten die Täter zweimal Erfolg. Bei den Opfern handelt es sich um Personen im Alter von 80 und 88 Jahren, die einmal rund 150.000 Euro in Goldmünzen und einmal 42.000 Euro Bargeld an die Täter übergaben.

Es kam bislang zu drei Serien (Ende August, Mitte September und Anfang Oktober 2018) in Linz mit Anrufen bei männlichen und weiblichen Opfern im Alter zwischen 70 und 90 Jahren.

Vorwand: Kind habe Unfall verursacht

Die Vorgehensweise der Täter: Männer oder Frauen geben sich am Telefon als Kriminalbeamte oder als Kriminalpolizei aus und sprechen dabei fast immer in Hochdeutsch bzw. in Hochdeutsch mit leicht ausländischem Akzent. Sie teilen dem Opfer immer mittels unterdrückter Nummer mit, dass die Tochter (manchmal auch der Sohn) einen schweren Verkehrsunfall verursacht hat. Aus diesem Grund müsse der Betroffene eine Kaution bezahlen. Ansonsten habe der Angehörige eine Haftstrafe zu verbüßen.

Zwei Versuche vereitelt

Die Opfer werden höchstwahrscheinlich aufgrund der älter erscheinenden Vornamen samt Adressen aus dem Telefonbuch ausgewählt. Zwei Opfer konnten durch eine Bankangestellte bei der Bargeldbehebung bzw. durch einen Taxilenker auf dem Weg zur Bank auf den Betrugsversuch aufmerksam gemacht werden. Die Opfer werden meist auch während sie das Geld beschaffen wollen mit Anrufen überhäuft, um sicherzustellen, dass zwischendurch nicht die Polizei informiert wird.

Sofort Polizei verständigen

Sollten derartige Anrufe stattfinden, bitte sofort die Polizei kontaktieren.


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