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LINZ. Dank couragierter Zeugen wurde ein gescheiterter Einbrecher festgenommen.

 (Foto: Weihbold)
(Foto: Weihbold)

Ein 20-jähriger Iraker aus Linz versuchte am 20. Oktober 2020 um 22.30 Uhr in Linz durch Einschlagen der Auslagenscheibe in einen Handyshop einzubrechen. Er wurde dabei jedoch von einem 47-jährigen Linzer und dessen 30-jährigen Lebensgefährtin beobachtet. Danach ging der Verdächtige zur Straßenbahnhaltestelle. Dort wurde er vom Zeugen zur Rede gestellt. Die Frau hatte inzwischen per Telefon die Polizei über Notruf verständigt. Bei Eintreffen der Polizisten kam der 47-Jährige mit dem Verdächtigen zum Tatort zurück und dieser wurde daraufhin festgenommen. Beim Handyshop war die Auslagenscheibe eingeschlagen. Der 20-Jährige zeigte sich geständig und gab an, dass er ein Handy aus der Auslage stehlen und dieses verkaufen wollte, damit er wieder mindestens für eine Woche über die Runden komme. Er wurde in das Polizeianhaltezentrum eingeliefert.

„Akt der Zivilcourage als Vorbild für alle“

„Zivilcourage betrifft uns alle. Es ist wichtig und richtig hinzuschauen und aktiv zu werden. Dabei muss niemand zum Superhelden werden und sich selbst in Gefahr bringen. Zivilcourage beginnt bereits beim Holen von Hilfe. Das sehr couragierte Paar hat genau richtig gehandelt“, lobt der freiheitliche Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml den Einsatz des Paares. „Dieser Akt der Zivilcourage soll ein Vorbild für uns alle sein. Gemeinsam machen wir unsere Heimatstadt sicherer“, so Raml.

Der Linzer Sicherheitsstadtrat beendete letzte Woche seine Veranstaltungsreihe zum Thema „Sicheres Linz“, wo er gemeinsam mit der Polizei in verschiedenen Linzer Volkshäusern Tipps zur richtigen Zivilcourage gab. „Oft kommt es gar nicht so sehr darauf an, was man tut. Wichtig ist jedenfalls, dass geholfen und nicht tatenlos zugesehen wird. Dazu bedarf es nicht immer einer Straftat – schon, wenn man etwa der betagten Dame beim Einsteigen in die Straßenbahn behilflich ist, hat man Gutes getan“, erklärt Stadtrat Raml und appelliert abschließend: „Wird irgendwo Hilfe benötigt: Schau hin!“


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