Segelflieger stürzte in die Donau
LINZ. Nach Motor-Problemen stürzte ein Segelflieger am 12. August bei Linz in die Donau. Der Pilot aus dem Bezirk Linz-Land wurde - nach Berichten - schwer verletzt.

Am 12. August 2021 gegen Mittag startete ein 69-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land mit einem einmotorigen selbststartenden Segelflieger vom Segelflughafen am Linzer Tankhafen. Unmittelbar nach dem Start machte der Motor Probleme und verlor an Leistung. Der Pilot leitete daher ein Umkehrmanöver ein, um wieder zum Flugplatz zurückzukehren. Dabei erlitt er einen Strömungsabriss und stürzte in die darunter fließende Donau. Der Mann konnte sich selbstständig aus dem Flugzeug befreien und schwamm Richtung Ufer. Zwei Zeugen, ein 47-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land und ein 23-Jähriger aus dem Bezirk Perg sprangen ins Wasser und retteten den rund 50 Meter entfernten Piloten aus dem Wasser. Die eintreffenden Polizisten begannen sofort mit dem Notfallcheck des in der Zwischenzeit an Land befindlichen Piloten und leisteten Erste Hilfe. Er erlitt Verletzungen im Kopf und Brustbereich und wurde - nach Berichten - schwereverletzt und unter Begleitung des Notarztes ins Linzer Unfallkrankenhaus eingeliefert.
Flugzeugwrack noch nicht gefunden
Das Segelflugzeug trieb stromabwärts und konnte durch ein Werksschiff der Voest unterhalb der Steyreggerbrücke kurzfristig gesichert werden. Aufgrund der Strömung brach der Segelflieger jedoch auseinander und versank. Die Suche nach dem gesunkenen Wrack verlief bislang erfolglos - trotz Suche mit Drohnen und Echolot. Das Polizeiboot Poseidon konnte lediglich einen Teil des rechten Flügels etwa 1,5 Kilometer oberhalb des Kraftwerks Abwinden bergen. Die Berufsfeuerwehr sowie die Betriebsfeuerwehren voestalpine und Chemiepark Linz waren auch im Einsatz.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden