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LINZ/ WIEN. Ein Jugendlicher, den ein Video auf einer social-media-Plattform in Wut versetzte, drohte mit einem Bombenanschlag.

 (Foto: Weihbold)
(Foto: Weihbold)

In den Abendstunden des 9. Juni 2024 ging bei der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Inneres via E-Mail ein Hinweis einer Privatperson betreffend einer konkreten Bombendrohung für den 27. Juni 2024 ein. Nach ersten Anhaltspunkten und einer Gefährdungseinschätzung wurden die Ermittlungen gegen einen 16-jährigen Linzer geführt. Aufgrund einer Durchsuchungsanordnung der Staatsanwaltschaft wurde die Meldeadresse des 16-Jährigen in den Nachtstunden des 11. Juni 2024 durchsucht. Dabei konnten keine gefährlichen Gegenstände gefunden werden.

Ausländerfeindliches Video war Auslöser

Der Beschuldigte zeigte sich nach anfänglichem Leugnen umfassend geständig. Grund für die Tat war seine Wut über ein ausländerfeindliches Video auf einer Social-Media-Plattform. Nachdem er dieses gesehen hatte, kontaktierte er alle Personen, die einen zustimmenden Kommentar beim Beitrag posteten und beschimpfte mehrere Personen per Chatfunktion. Eine Wienerin meldete den Inhalt des Chats dann an das Bundesministerium für Inneres, da der Jugendliche auch mehrfach mit einem seit über eineinhalb Jahren geplanten Bombenanschlag drohte. Er wird angezeigt, so die Polizei.