Ars Electronica Festival „Post City“ - die Zukunft der Stadt am Prüfstand
Linz. Von Donnerstag, 3., bis Montag, 7. September, wird Linz wieder Mittelpunkt von Kunst, Technologie und Gesellschaft, beim Ars Electronica Festival 2015. Unter dem Titel „POST CITY - Lebensräume für das 21. Jahrhundert“ geht das Festival der Frage nach, wie künftige Städte beschaffen sein werden.

„Das Thema reiht sich in die Tradition ein, die Stadt zu einem Vordenkersymposium zu machen“, so Vizebürgermeister, Aufsichtsratsvorsitzender der Ars Electronica GmbH Bernhard Baier. Auch Bürgermeister Klaus Luger als Eigentümervertreter begrüßt das diesjährige Thema, das vor allem auch politisch zu diskutieren sei. „In Zeiten der massiven Urbanisierung geht es darum, wie urbane Räume aufgeteilt und organisiert werden, aber auch, wie etwa die Gesellschaft mit Außenseitern umgeht.
Perfekter Schauplatz
Zentrale Location ist dieses Jahr das stillgelegte Postverteilerzentrum am Areal des Linzer Hauptbahnhofs, mit seiner Infrastruktur als zentrales Herzstück. Dort wird das Festival auch eröffnet (3. September, 19.30 Uhr). Neben zahlreichen Programmpunkten wird erstmals die „Diaspora Maschine“ in Gang gesetzt. Ebenfalls in der PostCity zu sehen ist eine große Ausstellung, in der der erstmals in Europa präsentierte „Mercedes-Benz F 015 in Motion“ zu sehen sein wird. Zudem finden in der PostCity alle Konferenzen, Symposien und das Zukunftsfestival „u19 - CREATE YOUR WORLD“ mit Kinderforschungslabor statt.
CyberArts 2015
In der Innenstadt dreht sich vom OK über das CENTRAL bis zum Mariendom alles um den Prix Ars Electronica. Traditionell das Highlight jedes Ars Electronica Festivals sind die CyberArts, bei dem die besten der zum Prix ArsElectronica eingereichten Medienkunstprojekte zu sehen sind, im OK im OÖ Kulturquartier. Im Rahmen der Prix-Foren sprechen dort auch die Gewinner des Prix Ars Electronica 2015.
Das Thema Computeranimation ist gebündelt im Central zu erleben. An der Donau, im Dreieck von Ars Electronica Center, Kunstuni und Brucknerhaus lautet das Motto „Digital Art and Science“, mit der Ausstellung „Raumschiff Erde“ und der Campusschau.
Attraktion „Deep Space 8K“
Im erneuerten „Deep Space 8K“ präsentiert das Ars Electronica Center Bildwelten, die weltweit einzigartig in Punkto Auflösung, Helligkeit und Kontrast an die Grenzen des aktuell technisch Machbaren gehen. Ein Highlight: Ein von Siemens neu entwickelter Rendering-Algorithmus, der außergewöhnliche Bilder des menschlichen Körpers liefert.
Der Samstag, 5. September, ist Markttag. In der PostCity gibt“s einerseits einen Markt des Verbandes Bio Austria OÖ, andererseits aber auch den Internetschwarzmarkt „Yami-Ichi“.
„Es wird unser größtes und umfangreichstes Festival bisher, durch eine enorme Bandbreite an Partnern in lokalen und internationalen Netzwerken. Es ist ein Festival in und über Linz“, freuen sich Festival-Leiter Martin Honzik und Gerfried Stocker (Direktorium Ars Electronica Festival).
Tipps
„Diaspora Maschine“: Peter Androsch und Anatol Bogendorfer nutzen die gigantischen, bizarren Postrutschen der PostCity als eine Art „Orgel“ und widmen sich damit den Phänomenen des Zerstreuens und Aussäens. Stimmen, Klänge, Licht und Objekte sind im Raum verteilt. Beteiligt sind über 100 Protagonisten, vom Kinderchor des Musiktheaters bis zu Schlagwerkern.
Kinderstadt in der PostCity: Die Kinderfreunde OÖ gestalten die Kinderstadt zu „u19 – CREATE YOURWORLD“. Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich an alle 8- bis 12-jährigen. Infos: www.kinderfreunde.cc.
Große Konzertnacht: Am 6. September ab 20 Uhr heißt es „Music on the Move“, in der Gleishalle der PostCity. Eine Reise von der Klassik bis zu Elektro. Auch mit dabei: das Bruckner Orchester mit Dennis Russell Davies.
Natürlich umrahmt auch ein umfangreiches Musikprogramm das Festival. Das gesamte umfangreiche Programm des diesjährigen Festivals und nähere Infos gibt's unter www.aec.at/postcity


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