"Andere Engel": Höhenrausch 2016 erhebt sich in andere Spähren
LINZ. Nach dem „Geheimnis der Vögel“ widmet sich der Höhenrausch 2016 einem kulturphilosophischen Thema: den Engeln. Der Höhenrausch geht bereits in die sechste Auflage und hat sich vorgenommen, mit „Andere Engel“ etwas Ordnung in das faszinierende und vielschichtige Thema Engel zu bringen.

Das Publikumsinteresse ist ungebrochen, wie die Zahlen aus dem Vorjahr zeigen: Auch 2015 lag der Besucherschnitt bei 1000 pro Tag. Die gebuchten Führungen steigen ständig und lagen 2015 bei mehr als 1200 Gruppen, etwa neun Führungen pro Tag.
2016 widmet sich der Höhenrausch nun den Engeln. Ein vielschichtiges Thema - im biblischen Raum über Museumsshops, Gebäudefassaden und mehr sind sie Bestandteil. Der Höhenrausch will etwas Ordnung ins Thema bringen. „Für diese Aufklärungsarbeit konnten wir mit Professor Thomas Macho einen der renommiertesten Kulturwissenschaftlicher des deutschen Sprachraums gewinnen“, erläutert Landeshauptmann Josef Pühringer.
Gemeinsam mit Macho hat das OK Team 30 internationale Kunstprojekte ausgewählt, an denen die sehr unterschiedlichen „Engelvorstellungen“ ablesbar werden. Darüber hinaus wurde ein umfangreiches Netz aus Kooperationspartnern geknüpft, die ihre Sichtweise und Kompetenz einbringen: das reicht von der Diözese Linz, die nicht nur mit der Ursulinenkirche zentral beteiligt ist, bis zu Linzer Kunst- und Bruckneruniversität.
Die Ausstellung
Beleuchtet wird das Thema Engel beim Höhenrausch 2016 von allen Seiten - von den Alltagsengeln, die einen in Werbung oder im Garten begegnen - bis zu neuen und anderen Engelbildern. In der Ursulinenkirche wird ausführlich der biblische Engel behandelt. Im Uhof-Dachboden und im Großen Saal des OK installieren die Künstler Mary Sibande und Heri Dono verblüffend andere, fremde Engel. Auf dem Kunstparcours durchs Haus zeigen sich Doppelgänger und Zwillinge als andere Aspekte der Engelthematik. In der Wunderkammer im OK sind die werktätigen Engel zu Gast und auf dem Dach verwandelt Eva Schlegel den voestalpine open space in einen Spiegelraum. Auf dem Parkdeck der Raiffeisen Kunst Garage wächst ein botanischer Engelgarten, auf dem Passage-Dach wird das Unfassbare der Engel über Schwingungen vermittelt: u.a. mit einer Stahl-Harfe von Josef Baier und Klangobjekten von der Studierenden der Bruckneruniversität. Elektroakustische Miniaturen zeitgenössischer Komponisten verwandeln den Keine Sorgen Turm in eine vokale Himmelsstiege.
Die NIKE der Haus-Rucker-Co kommt nach Linz zurück
Ein Objekt, das vor 39 Jahren für einen großen Kunstskandal in Oberösterreich sorgte, kehrt für den Höhenrausch nach Linz zurück: Die NIKE der Haus-Rucker-CO wird das zentrale Zeichen sein.
Als Leihgabe des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt/Main kommt die Aluminium-Plastik zurück und ist damit zum ersten mal seit 1977 wieder zu sehen.
Der 15 Meter lange Kragarm der Aluminium-Plastik wird im Glockenturm der Ursulinenkirche montiert. So schwebt die Nike weithin sichtbar über der Landstraße. Als kopflose, geflügelte Nachbildung der Nike von Samothrake erzählt sie über die heidnischen Vor-Bilder der biblischen Engel, woher sie kamen und wie sie sich verwandelt haben.
Infos
Ausstellungsdauer: 21. Mai bis 16. Oktober 2016.
Öffnungszeiten: täglich 10 bis – 20.30 Uhr
Weitere Infos und Führungsanmeldung unter www.hoehenrausch.at, info@ooekulturquartier.at oder Tel.: 0732/784178-52555


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