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Oberösterreich/Niederösterreich/Ungarn. Die Donau ist seit Jahrhunderten einer der wichtigsten Lebensräume Mitteleuropas. Die Straße der Kaiser und Könige – die auch durch Oberösterreich und Niederösterreich führt – gibt einen guten Einblick, wie die Kaiser und Könige einst lebten.
 

Sisi ist noch heute in Schloss Gödöllö anwesend. Foto: Hamedinger
  1 / 3   Sisi ist noch heute in Schloss Gödöllö anwesend. Foto: Hamedinger

8.30. Die Sonne strahlt angenehm auf den Königspalast von Visegrád und lässt die morgendliche Kälte schnell vergessen. Doch die Besucher, die sich für die historische Stätte interessieren, sind nicht die einzigen Frühaufsteher. Hinter der Palastmauer sind zwei Wildschweine auf der Suche nach einem schmackhaften Frühstück. Kein Wunder, ist die Region, die man in etwa 40 Minuten mit dem Auto von Budapest erreicht, doch für ihren Wildreichtum berühmt. Das war neben den zahlreichen Quellen, die das Gebiet mit Trinkwasser versorgen, einer der Gründe, warum Visegrád schon früh besiedelt wurde. Römer, Magyaren und Türken kamen und gingen im Laufe der Zeit und hinterließen ihre Spuren. Etwa im wieder aufgebauten Königspalast oder der Festung oberhalb des Ortes. Um den Besuchern einen Einblick in das mittelalterliche Leben zu ermöglichen, werden auch regelmäßig Ritterspiele, mit Schaukämpfen und Bogenschießen, veranstaltet. Doch Visegrád hat auch Hochgeistiges abseits der Kultur zu bieten. Im Pálinkahaus erfährt der Interessierte etwa alles über den für die Ungarn so wichtigen Pálinka, den Schnaps, der etwa aus Marillen, Kirschen oder Quitten hergestellt wird.

Zufluchtsort und Liebesnest

Ein Besuch auf Schloss Gödöllö, das auf der anderen Seite der Donau liegt, ist für einen Österreicher fast Pflicht. Schließlich bewohnte Königin Elisabeth das Anwesen, in dem sie viel Zeit verbrachte. Hier konnte sie ohne die strengen Regeln des Wiener Hofes ihrer Leidenschaft, dem Reiten, nachgehen. Und glaubt man Gerüchten, traf sie dort auch ihren Geliebten Grafen Andrássy, um mit ihm das eine oder andere Schäferstündchen abzuhalten. Reisende, die an den amourösen Abenteuern der Monarchin weniger Interesse zeigen, finden im Lázár Reitpark Zerstreuung. Bevor man sich bei Kesselgulasch und Topfenstrudel stärkt, zeigen Reiter mit ihren Pferden rasante Kunststücke, die an die Zeiten der Pustahirten erinnern.

Mehr Informationen dazu gibt es unter www.strassederkaiserundkoenige.com


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