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Linz. Heute – am Samstag, 17. September, findet die mit Spannung erwartete Erstaufführung der Science Fiction-Oper „Solaris“ – nach dem bekannten Roman von Stanislaw Lems - am Musiktheater Linz statt. Tips konnte bereits einen Blick in die Black Box im Musiktheater werfen, wo das Stück gespielt wird. 

Einblick ins Solaris Foto: Yasmina Haddad
  1 / 3   Einblick ins Solaris Foto: Yasmina Haddad

Es wird spannend, die Zuschauer erwartet eine nicht alltägliche Produktion in der Black Box, Solaris. Für die Inszenierung der Kammeroper von Michael Obst zeigt sich der neue Intendant Hermann Schneider verantwortlich – es ist seine erste Inszenierung am Landestheater Linz.

Inmitten einer Raumstation

Der Zuschauer sitzt mitten in der Raumstation, anders als üblich gibt es dieses mal keine Frontal-Bespielung, sondern einen 360-Grad-Winkel. Das Stück läuft um den Zuschauer herum ab. Mittels Drehsessel wird er selbst aktiv und kann bequem seinen Blick auf die einzelnen Schauplätze in der Raumstation richten. „Dadurch bekommt das Stück eine Art filmischen Charakter aber auch etwas konkret sinnliches“, verrät Schneider. Auch akustisch wird“s spannend – das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Daniel Linton-France wird nicht zu sehen sein. Von einem Nebenraum aus wird die Live-Musik, vermischt mit Elektronischen Elementen, übertragen.

Hintergrund-Infos zum Stück

Stanisław Lems Solaris gilt als einer der spannendsten und kultigsten Romane des Science-Fiction-Genres. Die Erzählung über eine Forschungsstation auf dem titelgebenden Planeten Solaris, in der die dort arbeitenden Wissenschaftler auf Wiedergänger aus ihrer Vergangenheit treffen, inspirierte zahlreiche Filmemacher und Theaterschaffende zu einer künstlerischen Auseinandersetzung. Der Komponist Michael Obst, Schüler von Karlheinz Stockhausen, brachte diesen Stoff als Erster auch auf die Opernbühne. Im Jahr 1996 wurde das Werk bei der Münchener Biennale für neues Musiktheater, in einer Koproduktion mit dem innovativen Pariser IRCAM (Forschungsinstitut für Akustik und Musik), uraufgeführt.

„Die Live-Elektronik nimmt dabei einen besonderen Platz ein“, so der Komponist selbst über sein Werk. In der Tat setzt Michael Obst in Solaris ein Kammerorchester in Dialog mit einem „Spacialisator“ (Raumklangsimulator). „So wird das Publikum in die Klangwelt von Solaris immer dann einbezogen, wenn durch die Planeten verursachte Dinge geschehen, und kann den akustischen Gegensatz zwischen der engen Raumstation mit den begrenzt denkenden und handelnden Menschen und dem Unerklärlichen nachvollziehen.“


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