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LINZ. „Die Macht der Verführung“ setzt sich das Theater Phönix als Saisonthema, wenn Mitte September die neue Spielzeit 2017/18 startet. Fünf große Eigenproduktionen feiern Premiere.

Ein Teil des Phönix-Ensembles. Neu ist Hannes A. Pendl (Mi.). Foto: fraukoeppl
  1 / 3   Ein Teil des Phönix-Ensembles. Neu ist Hannes A. Pendl (Mi.). Foto: fraukoeppl

Mit rund 18.500 Besuchern freut sich das Phönix über eine erfolgreiche abgelaufene Spielzeit. Erfreulich ist für Geschäftsführerin Romana Staufer-Hutter auch der große Erfolg des im Frühjahr neu gestarteten Online-Ticketing: Bereits 25 Prozent aller Kartenkäufe wurden online getätigt.

Brennende Themen

Das Phönix lege darauf Wert, auch ein Autorenhaus zu sein, mit einem kleinen feinen Ensemble, das zum Stil des Phönix passe, so der künstlerische Leiter Harald Gebhartl. Das Saisonthema „Die Macht der Verführung“ sei der gemeinsame Nenner zu brennenden Gesellschaftsthemen. „Warum gibt es Trump? Es geht um die Fragen, warum man sich so leicht verführen lässt, warum es Populisten so leicht haben, aber auch um das Familienleben und Dreiecksbeziehungen“, so Gebhartl.

Start mit „Richard 3.“

Den Saisonauftakt macht das Phönix am 14. September mit der Premiere von „Richard 3. Vorsicht! Fieser Verführer“. Gernot Plass hat sich für das Phönix Shakespeares wohl schillerndsten Bösewicht vorgenommen und erarbeitet eine zeitlose Neufassung.

Ab 30. November ist „Der Menschenfeind. Wie Herr Molière zum Mörder wurde“ zu sehen. Harald Gebhartl führt Regie und verschmilzt in seiner Bearbeitung Molière und seinen Protagonisten Alceste. Die Gesellschaftskritik werde dabei noch schärfer betont.

Inspiriert von Franz Novotnys Film bringt Ed. Hauswirth die aggressive Idylle „Exit – Ich liebe meine Panik“ ab 1. Februar 2018 auf die Bühne des Phönix. Das Stück wird dabei direkt mit dem Ensemble am Haus entwickelt. Entstehen wird ein theatrales Roadmovie durch die unendliche Welt der bürgerlichen Existenz.

Die drei Autoren Alexandra Ava Koch, Volker Schmidt und Stefan Wipplinger wurden eingeladen, Dreiecksbeziehungen genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis unter dem Namen „Ein Dreieck ist nur in der Mathematik harmlos“ ist ab 10. April zu erleben.

Schließlich darf auch ein Stück des französischen Autors Florian Zeller nicht fehlen: Nach „Die Wahrheit“ und „Die Lüge“ kommt ab 3. Mai sein Stück „Die Kehrseite der Medaille“.

Bewährte Kooperationen

Neu ins Ensemble mit Anna Maria Eder, Markus Hamele, Felix Rank und Marion Reiser ist Hannes A. Pendl dazugestoßen, David Fuchs verlässt das Phönix, bleibt aber kommende Saison als Gast erhalten. Auch kommende Saison werden die bewährten theaterpädagogischen Zusammenarbeiten mit dem Verein ADA – Alternative Solidarität und der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz weitergeführt. Gemeinsam mit der Theaterallianz wird 2018 wieder ein Autorenpreis vergeben.

Hinweis

www.theater-phoenix.at


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