Nordico begibt sich auf die Spuren der Linzer "Stadtoasen"
LINZ. Grünräume in Städten werden immer wichtiger für die Lebensqualität und vor allem für das Stadtklima. 115 Parks mit einer Fläche von rund 200 Hektar gibt es in Linz. Die neue Ausstellung „Stadtoasen“ im Nordico begibt sich auf die Spuren dieser Freiräume.

Wie viel Grün braucht eine Stadt? Wo gibt es die interessantesten Plätze? Welche Geschichten gibt es zu erzählen? Neben großen Orten wie dem Volksgarten zeigt die Ausstellung viele kleinere und unbekannte Plätze in Linz – insgesamt 70 Gärten, Plätze und Parks werden vorgestellt.
Spannende Gegenüberstellung
Fotograf Gregor Graf hat dazu den Ist-Zustand dieser Stadtoasen festgehalten – in einem spannenden Vergleich werden diese historischen Ansichten gegenüber gestellt. Ein anschauliches Beispiel: der Hinsenkampplatz. „Früher war das ein großer Platz mit Bäumen, jetzt kennt man ihn nur mehr als Kreuzung“, erzählt Kuratorin Klaudia Kreslehner. Ebenfalls thematisiert werden der Park auch als „sozialer Raum“ oder Bürgerinitiativen, die sich für das Grün einsetzen. Ein Blick in die Zukunft wird gewagt und Themen, die zum Nachdenken anregen, werden aufgegriffen. Die Ausstellungsbesucher können gleich direkt im Nordico ihre eigenen Ideen und Wünsche anbringen, die nach der Ausstellung an die Stadt übermittelt werden.
Sommerfest, Stadtführer
Im Rahmen der Ausstellung wird am Nordico Vorplatz eine eigene Stadtoase aufgebaut, mit Sandstrand und Palmen. Dort findet am 5. Juli auch ein großes Sommerfest statt. Zur Ausstellung ist erstmals ein umfassender Stadtführer zu den Linzer Gärten, Plätzen und Parks erschienen – auf diesen ist Nordico-Leiterin Andrea Bina besonders stolz. „Es ist ein tolles Nachschlagewerk geworden, mit vielen Fotos, einem Streifzug durch die Orte mit ihren Veränderungen und Expertentexten.“ Auch gibt's wieder ein tolles Rahmenprogramm, mit Exkursionen, speziellen Führungen, einem Kinderparcours und vielem mehr.
Aphrodite: eine Bestandsaufnahme
Passend zur neuen großen Ausstellung ist ebenfalls im Nordico nun die Aphrodite-Statue erstmals wieder der Öffentlichkeit zugänglich, im Linzer Zimmer. 2008 löste die Statue eine große Diskussion zum Umgang mit NS-Relikten aus. Kuratorin Birgit Kirchmayer war es bei der Ausstellung wichtig, die Figur in ihrem historischen Kontext zu präsentieren und die größere Geschichte dazu zu erzählen. Die historischen Hintergründe zur Statue werden beleuchtet, eingebettet in ihren Gesamtkontext.
Bis 24. Februar 2019 steht die Aphrodite im Linzer Zimmer, dann soll sie in die Dauerausstellung des Nordico kommen, wie Kulturdirektor Julius Stieber erläutert. Im Bauernberg-Park selbst, wo das Geschenk von Adolf Hitler an Linz stand, weist eine Hinweistafel auf die Ausstellung im Nordico hin.
Alle Infos zu den Ausstellungen und zum umfangreichen Rahmenprogramm gibt's online unter www.nordico.at


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