Tribüne Linz auf Erfolgskurs: fünfte Spielzeit mit Besucherrekord

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 29.05.2018 15:30 Uhr

LINZ. Äußerst erfolgreiche Bilanz zieht die Tribüne Linz – Theater am Südbahnhofmarkt über die vergangene Spielsaison. Rund 20.000 Besucher in über 200 Vorstellungen verzeichnet das Theaterhaus – so viele wie nie.

Die fünfte Spielzeit hat das leidenschaftlich engagierte Tribüne-Team, allen voran Cornelia Metschitzer und Rudi Müllehner, geschafft, der große Publikumszuspruch überraschte auch sie. „Wir werden alles versuchen, in diese Richtung weiterzumachen. Wichtig ist die positive Resonanz, die zurückkommt“, so Müllehner.

Rasante Besucher-Entwicklung

Rund 20.000 Besucher werden die Tribüne diese Saison besucht haben, etwa die Hälfte davon aus dem Schulverband. Der Zuschauerschnitt beläuft sich auf 91,5 Prozent. Die Schulschiene der Tribüne hat sich die letzten drei Jahre rasant entwickelt, aus ganz Oberösterreich sowie Teilen Niederösterreichs und Salzburgs kommen die Schulklassen. Den großartigen Publikums-Zuspruch in der Abendschiene rechnen Metschitzer und Müllehner auch den getätigten Investitionen in das Publikumsservice, neue Bepolsterung und weitere Aktionen zu.

Klassiker minimalistisch erzählt

In der kommenden Spielzeit warten wieder fünf Eigenpremieren, zwei Wiederaufnahmen und zahlreiche Gastspiele auf Theaterfreunde. Den Beginn macht am 19. September die Premiere von „Romeo und Julia“ in einer Strichfassung von Regisseurin Cornelia Metschitzer. Es ist das erste Shakespeare-Stück, das sich die Tribüne vornimmt.

Im Oktober folgen das Kleist-Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ und das Volksstück „Geschichten aus dem Wienerwald“ aus der Feder von Ödön von Horváth. Im Frühjahr 2019 wagt sich die Tribüne erstmals an ein Werk eines amerikanischen Autors: „Von Mäusen und Menschen“, eine Schauspielnovelle von John Steinbeck.

Erstes Auftragswerk

Erstmals wurde auch ein Stückauftrag vergeben: Paula Kühn arbeitet für die Tribüne aktuell an einem Stück über Alma Mahler-Werfel, das im März uraufgeführt wird. Wiederaufgenommen werden in der kommenden Spielzeit die Jugendstück-Dauerbrenner „Out! Gefangen im Netz“ und „Anne“, die gelobte Tribüne-Adaptierung nach dem Tagebuch von Anne Frank. Das Ensemble bleibt kommende Spielzeit gleich: Auf der Bühne stehen werden wie letzte Saison Kristin Henkel, Paula Kühn, Alexander Lughofer, Samuel Pock, Rudi Müllehner und Eugen Victor als sehr gerne gesehener Gast.

Neubewertung nötig

Mit einer Jahresförderung von 137.000 Euro 2017 (Stadt Linz, Land OÖ und Bund) bewege sich die Tribüne finanziell am Limit. Eine finanzielle Neubewertung und Neueinstufung des Hauses sei notwendiger denn je. „Wir haben mittlerweile den Output einer mittleren Bühne, bekommen aber nur die Mittel eines Hauses der freien Szene“, sieht Müllehner ein Missverhältnis.

Im Jahr 2017 lag das Gesamtbudget bei knapp 345.000 Euro (Eigenfinanzierung 50 Prozent). Müllehner und Metschitzer sehen hingegen einen Bedarf von 700.000 bis 800.000 Euro, um an der Tribüne in der jetzigen Größenordnung ordentlich arbeiten zu können.

Konzert zum Abschluss

Bevor sich die Tribüne in die verdiente Sommerpause verabschiedet (in der aber schon fleißig für die kommende Saison geprobt wird), wird am 15., 21. und 30. Juni zum Sommerkonzert geladen. Rudi Müllehner singt seine schönsten Lieder, Schauspielerin Paula Kühn liest dazu satirische und feinsinnige Gedichte. Karten (10 Euro, zur Gänze für einen guten Zweck) gibt's online unter www.tribuene-linz.at

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