Kuddelmuddel: "Josefine" soll Mädchen den Rücken stärken
Linz. Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung ohne den pädagogischen Zeigefinger will das Kuddelmuddel-Team initiiert vom Linzer Frauenbüro und mit Unterstützung des Vereins DENK:SPIEL mit seinem neuen Figurentheaterstück „Josefine“ bieten.

„Es geht um ein Thema, eine Herzensangelegenheit, das uns alle angeht, egal in welchem Alter“, ist Regisseurin Annika Pilstl überzeugt. „Bleib dir selber treu, stärke deine Persönlichkeit und lerne, auch mal Nein zu sagen – das wollen wir den Kindern vermitteln. Weil wer, wenn nicht wir selber, steht schon zu mir?“, bringt Pilstl das „mädchenstärkende Figurentheaterstück Josefine“, in dem es um die Beziehung von Josefine und Emil geht, auf den Punkt. Das Selbstbewusstsein von Mädchen soll im Kuddelmuddel mit „Josefine“ gestärkt werden, damit sich ihr Selbstbild möglichst unabhängig von geschlechterspezifischen Erwartungen entwickeln kann.
„Mädchenstärkende Initiative“
„Das Geschlechterverhältnis und die Rollenverteilung sind nach wie vor von einer massiven Schieflage geprägt, je früher wir die Initiative ergreifen und das umdrehen können, desto besser“, kritisiert Frauenstadträtin Eva Schobesberger. Aus diesem Grund soll „Josefine“, nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Silvia Baumann und in Form einer Handpuppe – in stundenlanger Handarbeit von Meisterin Gerti Tröbinger gefertigt – den Kindern zeigen, dass man sich nicht für jemand anderen verbiegen oder gar kleinmachen lassen soll.
Meisterin der Puppen
„Kultur soll gesellschaftspolitisch zum Nachdenken beitragen, und wenn wir da noch unser Schäuferl beitragen können, dann ist das großartig“, freut sich Manfred Forster, Leiter vom Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel, auf die Aufführungen. Für das Team war es eine große Herausforderung, die Protagonisten Josefine und Emil auch optisch umzusetzen. „Mit etwas Zauber gelingt es uns auch, Josefine auf der Bühne schrumpfen zu lassen. Ich habe mich am Bilderbuch orientiert, wollte die Puppen aber nicht kopieren“, blickt Tröbinger zurück. Die Musik stammt von Wolfgang Weißengruber, Ruth Humer spielt Emil, Gerti Tröbinger „Star“ Josefine.


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