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LINZ. Gelungene Premiere feierte die Tribüne Linz, mit John Steinbecks Novelle „Von Mäusen und Menschen“. In Tribüne-Manier mit nur wenigen Mitteln wurde das berührende Drama auf die Bühne gebracht und erntete dafür langanhaltenden Applaus des Premierenpublikums.

Rudi Müllehner als "George" und Alexander Lughofer aus "Lennie" Foto: Reinhard Winkler
  1 / 4   Rudi Müllehner als "George" und Alexander Lughofer aus "Lennie" Foto: Reinhard Winkler

Zum ersten Mal nahm sich das Team der Tribüne rund um Cornelia Metschitzer und Rudi Müllehner einen US-amerikanischen Autor vor. John Steinbecks Novelle „Von Mäusen und Menschen“ ist ein berührendes Drama rund um eine ungewöhnliche und ungleiche Männerfreundschaft.

Der Traum vom eigenen zu Hause

Der geistig zurückgebliebene aber bärenstarke Lennie und sein kluger Freund George ziehen als Wanderarbeiter gemeinsam von Farm zu Farm, um sich ein paar Dollar auf die hohe Kante zu legen. Schließlich haben sie einen gemeinsamen großen Traum: Ein eigenes kleines Stück Land, ein zu Hause. Kühe, Schweine, Hühner und Kaninchen dürfen nicht fehlen. Vielen Kaninchen, denn Lennie hat eine eigenartige Vorliebe: Er will alles, was schön und flauschig ist, anfassen und streicheln.

Unglück vorprogrammiert

Obwohl sich George ständig um ihn kümmert, ist dem unbeholfenen Lennie diese Vorliebe nicht erst einmal zum Verhängnis geworden. Und auch auf der neuen Farm, auf der die beiden arbeiten, stehen die Vorzeichen nicht gut. Denn da lebt die schöne Frau des Besitzersohnes, die Lennie fasziniert. Es kommt zum tragischen Unglück und aus Angst, dass Lennie gelyncht wird, fasst George einen dramatischen wie unvorhergesehenen Entschluss.

Mit wenigen Mitteln berührend erzählt

Nur drei Schauspieler schlüpfen in die verschiedenen Rollen: Alexander Lughofer, Rudi Müllehner und Paula Kühn. Ihr gekonntes Spiel trägt die Inszenierung von Cornelia Metschitzer. Die Tribüne kommt einmal mehr fast ohne Requisiten und Bühnenbild aus und schafft es, die tragisch-schöne Geschichte rüberzubringen, so dass der ein oder andere gerade in den Schlussszenen mit einem Kloß im Hals kämpfen muss.

Das Premierenpublikum, darunter viele treue Tribüne-Stammgäste, bedankte sich für die gelungene Aufführung mit sehr lang anhaltendem Applaus und auch Standing Ovations.

Ein sehr empfehlenswertes Stück, zu sehen bis 22. März. Alle Infos, Termine und Karten sind unter www.tribuene-linz.at zu finden.


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