Linz stockt Kulturförderung auf: Mehr Geld für die „freie Szene“
LINZ. Die Zuschüsse für die „freie Kulturszene“ soll im nächsten Jahr um 13 Prozent auf exakt 2,12 Millionen Euro erhöht werden. Dies gaben Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer (ÖVP) am Mittwoch bekannt.

In absoluten Zahlen beträgt diese Erhöhung 250.000 Euro. Vom restlichen Kultur-Budget soll dieser Betrag jedoch nicht einfach nur „abgeschnitten“ worden sein. „Die Stadt Linz erhöht schrittweise das Budget von Linz Kultur zur Förderung der freien Kunst- und Kulturszene gemäß den im Kulturentwicklungsplan genannten Schwerpunktsetzungen“ heißt es im Linzer Kulturentwicklungsplan, der 2013 beschlossen wurde.
Verbesserte Jahresförderungen
Die Erhöhung des Kulturförderbudgets soll im Sinne des KEP neu vor allem die Basisabgeltung bei Jahresförderungen verbessern. „Beispiele dafür sind die Künstlervereinigung MAERZ und die Tribüne Linz, für die bereits heuer eine signifikante Erhöhung der Jahresförderung erreicht werden konnte“, weiß der Linzer Kulturdirektor Julius Stieber.
„Unsere Stadt gehört zudem als UNESCO City of Media Arts zum exklusiven Kreis von weltweit 180 zukunftsorientierten Städten, in denen die Kreativwirtschaft und im Besonderen die Medienkunst großgeschrieben werden. Das wollen wir mit diesem Schritt unterstützen“, so Doris Lang-Mayerhofer.
Sonderförderprogramme profitieren
Zudem ermöglicht die Erhöhung auch, neue Impuls im Kontext von Media art zu setzen. „Geplant ist etwa die Erhöhung der Dotation aller bestehenden Linzer Sonderförderprogramme, insbesondere aber des Sonderförderprogramms LINZ_sounds“, betont Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer.
430 Förderansuchen
Im vergangenen Jahr sind insgesamt 429 Förderansuchen bei der Linz Kultur gestellt worden, heuer wird am Ende des Jahres eine ähnliche Größenordnung erreicht werden. Gefördert wird das gesamte freie Linzer Kunst- und Kulturschaffen.
„Das gesamte restliche Budget wie auch das Kulturbudget der Stadt Linz steht erst in den nächsten Tagen fest und wird in der kommenden Woche kommuniziert“, ergänzt Bürgermeister und Finanzreferent Klaus Luger. Fix ist: Es wird ein „Doppelbudget“ für die Jahre 2020 und 2021.


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