"Holzbau in fünf Vierteln" - neue Wanderausstellung in Linz eröffnet
OÖ/LINZ. Das Land Oberösterreich hat gemeinsam mit proHolz Oberösterreich eine Wanderausstellung zu den baulichen Vorzügen des Baustoffes Holz konzipiert. Erste Station ist das afo architekturforum oberösterreich in Linz. Bis Juni ist die Wanderausstellung dann in allen Vierteln Oberösterreichs zu Gast und soll anregen, öffentliche Bauten vermehrt aus Holz zu errichten.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und proHolz OÖ Obmann Georg Adam Starhemberg eröffneten die Ausstellung an ihrer ersten Station im afo architekturforum oberösterreich in Linz.
Die Schau soll auf die Vielzahl positiver Eigenschaften hinweisen. So ist Holz klimaneutral und sorgt aufgrund der vielen spezialisierten Firmen in Oberösterreich für hohe Wertschöpfung in den ländlichen Regionen.
„Die generellen Bemühungen des Landes Oberösterreich zur Forcierung des Holzbaus bekommen durch die Krise am Holzmarkt eine noch höhere Dringlichkeit. Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz und vermindert unnötige Transportkilometer. Gemeinsam mit proHolz Oberösterreich haben wir daher eine Wanderausstellung ins Leben gerufen, die Gemeindeverantwortliche in ganz Oberösterreich über die Vorzüge des Baustoffes Holz aufklärt. Es muss nun Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass sich viele Projekte auch in Holzbauweise realisieren lassen“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.
Land Oberösterreich ist größter Bau-Auftraggeber
Das Land OÖ ist einer der größten Bau-Auftraggeber in Oberösterreich. Laufend wird etwa in den Ausbau von Pflichtschulen und Kinderbetreuungseinrichtungen investiert. Für ein Holzhaus werden rund 40 Kubikmeter Holz benötigt, diese Menge wächst in den österreichischen Wäldern in nur 40 Sekunden wieder nach. „Man kann also sagen, dass in Österreich die Holzhäuser im Minutentakt in den Wäldern wachsen! Öffentliche Gebäude aus Holz zu bauen, ist daher auch als Aspekt des Klimaschutzes zu verstehen“, so LH-Stellvertreterin Christine Haberlander. Allein in Oberösterreich wachsen jährlich 4,7 Millionen Kubikmeter Holz nach.
Bereits Ende 2020 soll mit der neuen Volksschule St. Martin/Mkr. ein reiner Holzbau im öffentlichen Sektor begonnen werden.
Wanderausstellung „Holzbau in fünf Vierteln“
Die neue Wanderausstellung „Holzbau in fünf Vierteln“ zeigt anhand von in Oberösterreich realisierten Beispielen das technische, ökonomische und gestalterische Potenzial des modernen Holzbaus. Neben Infos zu den Themen Klimaschutz, Brandsicherheit oder Beständigkeit werden Lösungen für öffentliche Bauaufgaben vom Altstoffsammelzentrum bis zum Kindergarten vorgestellt.
Die Ausstellung macht an fünf Stationen in allen vier oberösterreichischen Vierteln plus dem Salzkammergut Halt. Bei den Eröffnungen der einzelnen Stationen berichten Bauherren und Nutzer von ihren persönlichen Erfahrungen mit öffentlichen Holzbau-Projekten. „Öffentliche Bauherren befinden sich oft im Spannungsfeld zwischen Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit. Der Holzbau vereint diese beiden Ansprüche und kann energetisch und raumklimatisch höchsten Ansprüchen gerecht werden. Er fügt sich harmonisch in das Ortsbild ein und prägt zum Teil schon über Jahrhunderte das Erscheinungsbild vieler Gemeinden,“ so proHolz Obmann Georg A. Starhemberg.
Fünf Stationen
Die Wanderausstellung ist bis 26. Febraur im afo architekturforum oberösterreich, Herbert-Bayer-Platz 1, 4020 Linz zu sehen.
Anschließend geht's ins Hausruckviertel, von 3 bis 31. März im Bezirksalten- und Pflegeheim Gaspoltshofen, Bahnhofweg 2, 4673 Gaspoltshofen Eröffnung: Dienstag 3. März, 10 Uhr.
Von 6. bis 30. April ist das Innviertel dran, im Lignorama, Mühlgasse 92, 4752 Riedau; Eröffnung: Freitag 17. April, 14 Uhr
Im Agrarbildungszentrum Hagenberg ist die Ausstellung von 8. bis 22. Mai zu sehen. Eröffnung: Freitag 8. Mai, 9 Uhr
Den Abschluss bildet das Salzkammergut von 2. bis 30. Juni im Waldcampus Traunkirchen, Forstpark 1, 4801 Traunkirchen. Eröffnung: Dienstag 2. Juni, 19 Uhr


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