Aschermittwoch mit Kunst: Ausstellung "für immer" in der Ursulinenkirche
LINZ. „für immer“ heißt Regula Dettwilers ortspezifische Kunstinstallation, die in der Fastenzeit 2020 in der Krypta der Linzer Ursulinenkirche zu sehen ist. Die gebürtige Schweizerin thematisiert mit dieser Arbeit Schönheit und Verfall, Täuschung und Wahrhaftigkeit im Rahmen des jährlich stattfindenden „Aschermittwoch mit Kunst“ in der Ursulinenkirche. „für immer“ wird nach dem Aschermittwochsgottesdienst um 20 Uhr eröffnet. Die Künstlerin ist anwesend, die Krypta ist bis 22.30 Uhr geöffnet.

Seit nahezu 30 Jahren wird in der Linzer Ursulinenkirche das Leitthema des Aschermittwochs „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehrst“ in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst begangen. Das Thema der Vergänglichkeit wird dabei in unterschiedlichen Facetten sichtbar.
Für die Fastenzeit 2020 hat die aus der Schweiz stammende und in Wien lebende Künstlerin Regula Dettwiler eine ortsspezifische Installation für die Krypta der Ursulinenkirche mit dem Titel „für immer“ entwickelt. Nach dem Aschermittwochsgottesdienst wird die Installation im Beisein der Künstlerin eröffnet.
Schönheit, Verfall, Täuschung und Wahrhaftigkeit
Auf Friedhöfen gesammelte Plastik- und Seidenblumen, die – ihrer Funktion enthoben – dem Abfall überlassen wurden, werden in der unterirdischen Begräbnisstätte zu einer skulpturalen Intervention und zu Metaphern für Vergänglichkeit und Dauerhaftigkeit, Schönheit und Verfall, Täuschung und Wahrhaftigkeit.
In der Lourdeskapelle, einem stark frequentierten Ort unmittelbar im Eingangsbereich der Kirche, ist ebenfalls – erst auf den zweiten Blick sichtbar – eine Arbeit von Regula Dettwiler platziert. Inmitten der Vielzahl an Grünpflanzen und Blumen ist eine Fortsetzung jener Werkserie platziert, in der die Künstlerin Blätter von exotischen Zimmerpflanzen mit Spitzenbordüren einfasst. Damit werden Themen wie die Frage der Aneignung eines Ortes oder Objektes am Beispiel der Pflanze sowie das Spannungsfeld von Heimat und Fremde durch die Verbindung der weitgereisten Pflanzen mit einer traditionellen textilen Technik sichtbar.


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