„Zeit“: Brucknerhaus legt neues Saison-Programm vor

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 03.06.2020 17:28 Uhr

LINZ. Das Thema „Zeit“ als roten Faden hat sich das Brucknerhaus Linz für die anstehende Saison 2020/21 gesucht und legt damit ein Programm vor, dass nicht nur Fans der klassischen Musik begeistern wird. Auch Hollywood-Flair zieht ins Brucknerhaus ein. Dazu gibt's neben altbewährten Programmschienen auch neue Formate.

Corona ist noch nicht durchgestanden, beim Brucknerhaus blickt man aber optimistisch in die Zukunft. Mit etwas Verspätung wurde am 3. Juni das neue Saison-Programm 2020/21 vorgestellt. 221 Veranstaltungen warten auf die Besucher, unter dem Motto „Zeit. Gleichzeitig - (Un-)Zeitgemäß - Zeitlos“.

Corona habe gezeigt, dass die Kunst im Erleben den Menschen abgegangen sei, „erstmals hat unsere Generation Einschränkungen erleben müssen. Das virtuelle Angebot hat zwar gut getan, es kann aber nur ein Ersatzprogramm sein“, so Bürgermeister Klaus Luger bei der Programm-Präsentation.

Trotz Corona: Saison kann wie geplant stattfinden

Coronabedingt gibt es zwar ein paar Einschränkungen - etwa bei der Besucheranzahl, das Programm könne aber aus heutiger Sicht wie geplant stattfinden, so der Künstlerische Direktor der Liva und Brucknerhaus-Intendant Dietmar Kerschbaum. Bei Bedarf werden Konzerte mehrmals gespielt, was auch aus ökonomischer Sicht Sinne mache.

Top-Stars, große Namen und Highlights

Am Nationalfeiertag, 26. Oktober 2020, werden Timna Brauer und Erwin Steinhauer 75 Jahre Kriegsende, 65 Jahre Staatsvertrag und 55 Jahre Nationalfeiertag gedenken. Trompeter Till Brönner gastiert in der Jazzreihe am 23. November im Brucknerhaus. Rebekka Bakkken und Bye Maxene stimmen am 14. Dezember auf Weihnachten ein.

Das neue Jahr begrüßen Markus Poschner und das Bruckner Orchester Linz sowie Perkussion-Shootingstar Christoph Sietzen im Brucknerhaus.

Hollywood kommt am 28. Februar nach Linz: John Malkovich wird Michael Sturmingers „Just call me God“ zur Aufführung bringen.

Nicht verpassen dürfen Musikfans etwa das Konzert der Grande Dame des Klavierspiels Elisabeth Leonskaja, am 14. März 2021 nach 15 Jahren wieder ins Brucknerhaus zurückkehrt.

Auch Publikumsliebling Fritz Karl (20. Juli) kommt mit seinem Programm „Ach, Amerika ... Vom Traum zur Wirklichkeit“.

„Comedy.Music“ und mehr

Weitergeführt werden die Reihen „Hit! Comedy.Music“ mit unter anderem Helge Schneider (9. Dezember), Götz Alsmann und Band (14. Februar) oder den Wiener Comedian Harmonists (25. April), die höchst erfolgreichen C. Bechstein Klavierabende werden fünf Recitals fortgesetzt. Der dazugehörige Wettbewerb wurde coronabedingt auf 2021 verschoben.

„Brucknerhaus goes Museum“, viel Programm für die kleinen Gäste

Neu ist das Programm „Freitags im Museum“: Hier ist man mit Kurzkonzerten, Ausstellungsbesuchen und mehr zu Gast im Lentos (23. Oktober) und im Schlossmuseum (30. April). Neu ist auch eine Kooperation mit der Kunstuni Linz, bei der sich das Brucknerhaus einen Abend lang in ein Versuchslabor verwandelt - am 29. Mai.

Natürlich wartet auch auf die jungen Besucher wieder ein umfassendes Programm - von „mini.music“ über den Antons Kidsclub bis zu den neuen Schienen „An.Ton.Hören Schulkonzerte“ und das ganz neue Abo für Publikum ab 13 Jahren „Heast.Oida!“ Neu ist auch das Education-Team: Anna Dürrschmid und Malina Maier haben in der Musikvermittlung viel vor.

Vieles mehr steht am Programm - das Buch dazu ist im Brucknerhaus erhältlich.

Ziegler verlässt Liva-Vorstand

Finanziell dürften die Auswirkungen auf das Brucknerhaus durch Corona nicht allzu groß sein, so der Kaufmännische Direktor der Liva Thomas Ziegler. 2,5 Millionen Euro stünden auf der Aufwandsseite, „wir hoffen, dass das Publikum sich wieder traut, Karten zu kaufen“, so Ziegler. Die Auflagen der Regierung zu den Besucherzahlen könne man im Brucknerhaus mit dem eingerichteten Wabensystem und allen hygienischen Maßnahmen einhalten, Mund-Nasenschutz sei nicht nötig.

Ziegler verlässt nach fünf Jahren Liva diese und kümmert sich künftig ganz auf seine Arbeit als Geschäftsführer des Linzer Design Centers. „Die Kaufmännische Leitung wird getrennt, durch die Corona-Krise benötigen wir ein völlig neues Konzept für das Design Center“, so Bürgermeister Klaus Luger zu der Entscheidung. Ziegler wird wieder zu 100 Prozent für das Design Center da sein.

„Die letzten Wochen haben die Pläne geändert, zu Beginn des Jahres hatten wir einen vollen Buchungskalender im Design Center, Covid hat das vernichtet. Es bedarf jetzt einer strategischen Neuausrichtung. Wir arbeiten aber weiter zusammen, letztlich sind wir eine Unternehmensgruppe, und da steht Linz darüber“, so Ziegler, der bereits seit 29 Jahren beim Design Center ist.

Für Posten des Kaufmännischen Direktors der Liva wird neu ausgeschrieben.

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