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Musical-Premiere "Piaf": Standing Ovations für eine herausragende Daniela Dett

Karin Seyringer, 18.09.2020 23:22

LINZ. Das Landestheater Linz ist zurück - am 18. September wurde die erste Premiere der neuen Saison gefeiert, der erste Premiere seit langen sechs Monaten. Das Musical „Piaf“ über das intensive wie gnadenlose Leben des Weltstars Édith Piaf wurde vom Premierenpublikum mit großem Beifall goutiert. Standing Ovations gab es für Daniela Dett, der die Rolle der Piaf wie auf den Leib geschneidert ist.

Daniela Dett (Foto: Reinhard Winkler)
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Das biografische Musical aus der Feder von Pam Gems wurde für Linz von Musical-Leiter Matthias Davids inszeniert, musikalische Leitung: Tom Bitterlich und Juheon Han - Erstaufführung der deutschen Fassung in dieser überarbeiteten Version des Musicals aus dem Jahr 1978.

„Non, je ne regrette rien“

Als Baby von der Mutter verlassen, geprägt vom Alkoholismus ihres Vaters, mit 15 ein Leben als Straßenluder in Paris, eine tote Tochter, unzählige Männer, Schicksalsschläge und Skandale, eine bewunderte Ikone, ein Leben gezeichnet von Alkohol und Morphium - am Ende ein todkrankes Häufchen Elend: „Piaf“ stellt das intensive Leben der großen Chanteuse mit einer Körpergröße von nur 1,47 Meter ungeschönt nach. Die vulgäre, die überdrehte, die verzweifelte Piaf, wilde Szenen, wild wie ihr Leben. Und am Ende hat sie wohl nichts bereut ...

Eine fantastische Daniela Dett

Einmalig auf die Bühne bringt das Daniela Dett. Das Musical ist gespickt mit Édith Piafs großen Liedern wie „L'accordéoniste“, „Padam“, „La vie en rose“, „Mon dieu“ und natürlich „Milord“ und „Non, je ne regrette rien“. Die Rolle ist Dett wie auf den Leib geschneidert. Nicht nur eine gesangliche Glanzleistung - sehr nah dran am Original und doch mit eigener Note.

Völlig zu Recht wurde Detts Einsatz mit Standing Ovations bedacht. Großartige Unterstützung bekommt die Linzern vom gesamten Musical-Ensemble.

Clever das reduzierte Bühnenbild (Mathias Fischer-Dieskau), das geschickt in die Inszenierung eingeflochten wird und auch dem Publikum „den Spiegel vorhält“ - ein ungewohnter Anblick angesichts coronabedingt vieler frei gebliebener Sitzplätze.

Eine gelungene Premiere mit einer einmaligen Hauptdarstellerin - vorab sollte man sich allerdings in die Biografie der Édith Piaf etwas eingelesen haben.

Bis 13. November zu sehen

Das Musical in deutscher Sprache mit französischen Gesangstexten mit Übertiteln ist bis 13. November im Musiktheater zu sehen. Schnell Tickets sichern unter www.landestheater-linz.at


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