Initiative fordert den Erhalt der wehrkundlichen Sammlung in OÖ

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Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 22.10.2020 14:03 Uhr

LINZ. Fast 40 Jahre lang befand sich die wehrkundliche Sammlung der OÖ Landeskultur GmbH im Schloss Ebelsberg. Derzeit werden die Ausstellungsstücke in einem Depot gelagert und sind für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Eine Initiative setzt sich nun für den Erhalt der Sammlung ein.

Fast 40 Jahre lang war die wehrkundliche Sammlung der OÖ Landeskultur GmbH im Museum Schloss Ebelsberg zu sehen. Nun wollen die Hausbesitzer den Platz aber nicht mehr unentgeltlich zur Verfügung stellen, auch der Direktor der OÖ Landeskultur GmbH Alfred Weidinger sieht in seinen Häusern keinen Raum für die Sammlung. Derzeit befinden sich die Ausstellungsstücke in einem Depot in Leonding und sind für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Das kritisiert eine Initiative, die sich für den Erhalt der Sammlung einsetzt: „Ziel unserer Initiative und Petition ist die wissenschaftliche Bearbeitung der oberösterreichischen Wehrkunde und die Gestaltung einer heeresgeschichtlichen Dauerausstellung unter Einbeziehung der Sammlung des ehemaligen Linzer Hessenmuseums, der k.u.k. Marinesammlung und des Zweierschützen-Archivs. Ein Universalmuseum soll zukünftig auch die Thematik der oberösterreichischen Wehrgeschichte von den neuzeitlichen Bauernkriegen bis hin zu den militärgeschichtlichen Ereignissen in der Zweiten Republik dauerhaft präsentieren“, führen die Initiatoren aus.

Offiziere, Forschungseinrichtungen und Vereine

Hinter der Initiative steht ein Bündnis aus aktiven Offizieren und Unteroffizieren, Forschungseinrichtungen und verschiedenen Vereinen. Zu den Unterstützern zählen unter anderem die Österreichische Gesellschaft für Heereskunde, das Schwarze Kreuz OÖ und der Hessenbund Wels. Sie haben nun gemeinsam eine Online-Petition ins Leben gerufen, mittels derer Unterschriften zum Erhalt der Ausstellung gesammelt werden sollen. 10.000 Unterschriften bis März 2021 sind das selbst gesetzte Ziel, um den Verantwortlichen Interesse der Bevölkerung zu zeigen. Zustimmung kam bereits von der Linzer FPÖ: „Wir Freiheitliche begrüßen dieses Engagement im Sinne unserer Geschichte und unserer Heimatstadt sehr. Die Erinnerungsstücke dürfen nicht einfach in Vergessenheit geraten. Viele Beteiligte haben in diese Sammlung bereits viel Herzblut und Unmengen an Zeit investiert“, hält der Fraktionsobmann Günther Kleinhanns fest.

„Unser Bildungs- und Forschungsauftrag umfasst eine kritische, reflektierte Darstellung der militärischen, sozialen wie auch kulturellen Aspekte der oberösterreichischen Landesgeschichte im Frieden wie auch im Krieg. Es ist dabei wichtig, gerade der jüngeren Generation die wesentlichen Inhalte interessant aufzubereiten und nicht in Depots verschwinden zu lassen“, ist Friedrich Steiner, Präsident der Unteroffiziersgesellschaft OÖ und einer der Initiatoren, überzeugt.

Fotobestände, Dokumente und persönliche Erinnerungen

Bisher wurden die Sammlungsstücke wie Fotobestände, persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen und amtliche Dokumente von ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins „k. k Landwehrinfanterieregiment Linz Nr. 2“ archiviert und digitalisiert. Laut den Initiatoren wäre das Schloss Ebelsberg aufgrund der Bekanntheit und guten Verkehrsanbindung ein idealer Ort für die Sammlung. Einen anderen Ort könne man sich genauso vorstellen, jedoch habe man derzeit noch keine konkrete Alternative.

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