Arbeit der Linzer Kunstuni international gefragt
LINZ/MOSKAU/SAPPORO. Insekten, die nur noch menschlichen Müll zum Fressen haben: Angesichts kollabierender Ökosysteme hat die Arbeit der Kunstuni-Lehrenden Christa Sommerer und Laurent Mignonneau brennende Aktualität. Die Installation ist auf Einladung aus Moskau online zu sehen, ein weiteres Werk in Sapporo – Aktivitäten von zwei Vertretern der Kunstuni Linz mit internationaler Strahlkraft.

„Die Natur wird es schon richten“ – ein Motto, das lange überholt ist. Die Umweltverschmutzung lässt einst funktionierende Systeme beinahe zusammenbrechen. Sommerers und Mignonneaus Werk im MediaArtLab in Moskau zeigt eine künstliche Welt, in der Tieren nur mehr Abfall zum Verzehr bleibt. In „Scavengers“ versuchen Insekten, die Überreste zu beseitigen, der Prozess der Verschmutzung und Wiederherstellung setzt sich in einer Endlosschleife ewig fort.
Mensch und Tier
„Homo Insectus“ wiederum betont die Notwendigkeit des Zusammenwirkens von Mensch und Tier auf eine spielerische Art und Weise: Die Besucher des Sapporo International Art Festivals erleben, wie ihre Körper in der Animation in ein Zuhause für Ameisen verwandelt werden. Diese vermehren und organisieren sich in Kolonien und Formationen, solange man einen sensiblen Dialog mit der Welt der künstlichen Kreaturen zulässt.
Christa Sommerer und Laurent Mignonneau unterrichten an der Kunstuni Linz in der Abteilung Interface Cultures. Sie waren bisher mit mehr als 40 interaktiven Kunstwerken Teil von rund 350 internationalen Ausstellungen.


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