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LINZ/STEYR. 30 Produktionen, 15 Spielstätten, sechs Nationen: Das erfolgreiche Theaterfestival für junges Publikum „Schäxpir“ zeigt sich bei seiner elften Auflage in neuem Gewand. Von 16. bis 26. Juni wird das Festival wieder stattfinden – nicht nur im Linz und im Rahmen der Landesausstellung in Steyr, sondern auch online.

  1 / 4   Festivalleiterin Cornelia Lehner, Künstlerische Leiterin Sara Ostertag, Kulturdirektorin Margot Nazzal, Landeshauptmann Thomas Stelzer und die Künstlerische Leiterin Julia Ransmayr präsentierten das "Schäxpir" 2021. (Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer)

Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat sich Schäxpir zu einer fixen Größe im europäischen Kinder- und Jugendtheater etabliert. Auch in Zeiten von Corona wird alles daran gesetzt, Theater als gemeinschaftliches Erlebnis zu zelebrieren. Für die elfte Ausgabe wurde dem Festival, das vom Land Oberösterreich, Direktion Kultur und Gesellschaft in Kooperation mit zahlreichen Kultur- und Bildungsinstitutionen des Landes und der Stadt Linz veranstaltet wird, ein neues Design verpasst. Ein markantes „S“ sorgt für Wiedererkennungswert.

Aufbruchssignal

„Der hohe Anspruch des Festivals bei den Inhalten, Produktionen und Interaktion mit jungem Publikum ist das Markenzeichen des Festivals und die Grundlage dafür, dass es schon so lange ein großer Erfolg ist“, freut sich Landeshauptmann Thomas Stelzer. Mit dem Festival wolle man aber gerade heuer ein wichtiges und starkes Signal setzen, „Schäxpir ist ein Aufbruchssignal gerade für Kinder und Jugendliche“, so Stelzer. Kulturdirektorin Margot Nazzal unterstreicht: „Was uns mit allen vereint ist die Vorfreude, dass Kultur jetzt in absehbarer Zeit wieder in unserem realen Leben ankommen wird. Schäxpir ist ein wichtiges Signal für den Aufbruch und gibt wieder einmal wichtige Impulse für die Kinder und Jugend. Schäxpir will be!“ 

Auf ins Übernatürliche 

Als diesjähriges Motto hat sich das Festival-Team rund um Festivalleiterin Cornelia Lehner und den beiden Künstlerischen Leiterinnen Sara Ostertag und Julia Ransmayr „super natural“ vorgenommen, auch aufgrund der aktuellen Pandemie: „Wir stellen uns die Fragen was eigentlich natürlich und was menschgemacht ist. Hat der Mensch den Planeten schon komplett verändert, oder gibt es Winkel, in denen noch nie ein Mensch gewesen ist? Schäxpir mobilisiert übernatürliche Kräfte, um mit Theater, Tanz, Performance und Musik in verschiedene Welten einzutauchen. Fragen von Körpern der Zukunft, Gemeinschaft, Utopien im analogen und digitalen Raum, Klima, der Globalisierung und ihren Folgen für Kunst und Natur sind auf diesen Reisen unser Kompass. In unserem Verhältnis zu unserem Umfeld und zu uns selbst entdecken wir dabei, dass das vermeintlich Übernatürliche vielleicht ganz natürlich ist. Auf der Suche nach menschlicher Identität entschweben wir in andere Sphären und begreifen die Welt dadurch als veränderbar.“

30 nationale und internationale Produktionen

Schwerpunkte werden in der Auseinandersetzung zwischen Mensch und Maschine gesetzt. Zum Beispiel im interaktiven Projekt „Forced Labor“, das sich auch mit ethischen Fragen auseinandersetzt. Wichtig ist dem Festival-Team das kritische Hinterfragen und eigenverantwortliche Handeln in Stücken mit politischen Bezügen anzuregen. „Corpus Delicti“ etwa rückt das Thema Überwachungsstaat und die Freiheit selbst zu entscheiden in den Mittelpunkt.

Geschlechterrollen aufbrechen, Identitätssuche, Erwachsenwerden sind ebenfalls Schwerpunkte, die nicht fehlen dürfen. Das Verhältnis zur Umwelt und Natur, generationenübergreifende Auseinandersetzung mit Leben und Tod und vieles mehr findet sich in den Stücken des Spielplans.

Auch eine ganze Menge an Kooperationen gibt es wieder, darunter etwa mit der Bruckneruni: Im Stück „Die Geschichte von Ak und der Menschheit“ begeben sich Schauspielstudierende auf die Spuren der Oktoberrevolution 1917 in der Erzählung von Jefim Sosulja.

Interaktion großgeschrieben

Auch gibt es heuer erstmals die Möglichkeit für Familien, Schulklassen und Einzelpersonen in drei Keplersalons an Workshops und Theaterlaboren teilzunehmen. Schon bewährt hat sich der „Klub Club“, der heuer zur Matinée im Botanischen Garten Linz wird. Schüler des BRG Fadingerstraße gestalten wieder eine Radiosendung und einen Podcast zum Festival.

In Linz wird heuer auch der „Stella*21 - Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum“ vergeben.

Covid-sicher

Um das Festival durchführen zu können, wurde natürlich ein Covid Präventionskonzept erarbeitet, individuell abgestimmt auf alle Spielsätten. Alle Beteiligten werden regelmäßig in einer eigenen Covid-Testzentrale getestet, Koordinatoren an den Spielstätten sorgen für die Einhaltung von Abstand, ausreichend Masken werden zur Verfügung gestellt und vieles mehr wurde mitbedacht.

Tickets ab 15. Mai

Mit dem Ticketvorverkauf soll am 15. Mai gestartet werden, empfohlen wird das Online-Ticketing. Für Kurzentschlossene wird ab 10. Juni im Außenbereich der Festivalzentrale am OK-Platz die Möglichkeit noch geben, sich Tickets zu holen. Jede Karte gilt auch als Fahrschein der Linz AG Linien.

Auch dieses Jahr ist Schäxpir wieder ein Green Event.

 

Das Programm, alle Termine, Infos und Tickets gibt's online unter www.schaexpir.at

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