Tanzen wie ein Derwisch: Kunstuni und Bruckneruni laden in die Stadtpfarrkirche Urfahr
LINZ. Eine Tanz-Performance, die Traditionelles mit Modernem verbindet und die unterschiedlichsten Sinne anspricht: „Post-Dervish Chant“ (Post-Derwisch-Gesang) geht am Freitag, 4. und Samstag, 5. Juni in Kooperation von Kunstuni Linz und Bruckneruni in der Stadtpfarrkirche Urfahr über die Bühne.

Smirna Kulenovic, Interface-Cultures-Studierende an der Kunstuni, beschäftigt sich seit einem Dreivierteljahr mit allen Facetten der Derwisch-Kultur. „Das wiederholte Wirbeln dient im Ursprung dazu, das Bewusstsein körperlich und auch emotional zu erweitern“, erklärt sie. Ihre Performance an zwei Abenden soll dazu dienen, neues Terrain zu erkunden – mit einer reinigenden Wirkung für alle Beteiligten: „Das Tanzen hat etwas ungemein Befreiendes, beispielsweise von Traumata und Ängsten.“
Crossover zwischen Sufi, Jazz und Elektronik
Die beiden Abende wurden intensiv vorbereitet: Am Beginn standen mehrere Workshops, an denen Vertreter von Kunstuni und Bruckneruni aus den unterschiedlichsten Ländern teilnahmen. Sie erarbeiteten ein Crossover-Konzept, unterstützt von Klängen, die zwischen Sufi-Musik, zeitgenössischem Jazz und elektronischen Sounds angesiedelt sind.
Kulenovic sieht in ihrem Projekt „eine nomadische und dennoch ortsspezifische Aktion von Musikern im Zusammenspiel mit tanzenden, sich bewegenden Menschen. Es geht stark um die körperliche Erfahrung, gleichzeitig um Energie und die Atmosphäre, die der Kirchenraum ausstrahlt.“
Selbst zum Derwisch werden
Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann am zweiten Performance-Tag (5. Juni) quasi selbst zum Derwisch werden: Smirna Kulenovic veranstaltet von 13 bis 15 Uhr in der Stadtpfarrkirche einen Workshop. Anmeldungen werden bis 3. Juni unter smirna.kulenovic@ufg.at entgegengenommen.
Die einstündigen abendlichen Aufführungen starten jeweils um 20 Uhr. Angesichts der Covid-19-Regelungen sind Plätze vorab im Internet zu buchen: https://magnetevent.se/Event/post-dervish-c hant--performance-premiere-42342/
Die Veranstalter ersuchen um freiwillige Spenden, empfohlen werden 7 Euro.


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