Kammermusik für den guten Zweck
LINZ. Nach sieben ausgefallenen Programmen findet am Samstag, 19. Juni, um 11 Uhr endlich das erste Kammermusikkonzert des Bruckner Orchesters Linz seit Beginn der Corona-Pandemie statt - und zugleich leider auch das letzte in dieser Saison. Unter dem Konzerttitel „Gemischter Satz“ erklingen im Musiktheater Werke von Rossini, Hermann, Schumann und Schostakowitsch, ihre Gagen spenden die Musiker zur Gänze für karitative Zwecke.

Die Benefizkonzertreihe Mosaik wurde 2007 vom Bratschisten Gunter Glössl gegründet. Nach verschiedensten Spielorten in Linz (vor allem Landesgalerie, aber auch Brucknerhaus) ist die Reihe seit 2017 im Musiktheater als „Zuhause“ des Orchesters beheimatet.
Die inhaltliche Gestaltung obliegt den Orchestermusikern, denen die Kammermusik als intime Kommunikationsform und selbstbestimmtere Abwechslung zum Orchesterspiel in großer Besetzung am Herzen liegt. Spielfreude, gemeinsames Musizieren auf hohem Niveau und abwechslungsreiche Programme unter wechselnden Themenkreisen kennzeichnen die Konzerte. Einmal ohne Dirigent schaffen Musiker aus verschiedensten Nationen ganz ohne Worte ein großes Ganzes - ein musikalisches Mosaik.
Als Kammermusikreihe eines Orchesters besteht naturgemäß ein großer Instrumentenpool, der vielfältige Besetzungen aller Art zulässt und so neben den bekannten Hauptwerken der Kammermusikliteratur auch besonders instrumentierte oder selten gespielte Werke erlaubt, die in einer üblichen Konzertreihe mit einer Besetzung pro Konzert gar nicht möglich wären. Mosaik bietet so die Möglichkeit, die Musiker des BOL einmal persönlicher unter anderer Perspektive kennen zu lernen und quasi „auf Tuchfühlung“ mit dem Orchester zu gehen. Dabei werden die Gagen wechselnden karitativen Zwecken gespendet.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden