Daniel Kehlmann liest im Brucknerhaus
LINZ. Das Literaturschiff nimmt Kurs auf Linz: Am Donnerstag, 2. September, liest Daniel Kehlmann im Brucknerhaus aus seinem Roman „Tyll“.

Der preisgekrönte Roman erzählt über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt: Die fiktive, aber aus Volksbüchern bekannte Person Tyll Ulenspiegel wird von Daniel Kehlmann in ein Dorf Anfang des 17. Jahrhunderts versetzt. Noch bevor sein Vater, ein Müller und Welterforscher, als Hexer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird, flüchtet Tyll zusammen mit der Bäckerstochter Nele in ein vom Dreißigjährigen Krieg gezeichnetes Land. Kehlmanns Roman vermischt Fiktion und historische Realität, um ein komplett neues Bild der Zeit zu schaffen. Aufgebaut rund um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.
Der deutsch-österreichische Autor schaffte seinen Durchbruch 2003 mit dem Roman „Ich und Kaminski“. „Die Vermessung der Welt“ (2005) zählt heute zu einem der erfolgreichsten Romane der Nachkriegszeit. Der Roman „Tyll“ gelangte in seiner englischen Übersetzung auf die Shortlist des International Booker Prize 2020 und wurde 2019 mit dem Schubart-Literaturpreis ausgezeichnet. Daniel Kehlmann selbst wurde unter anderem mit dem WELT-Literaturpreis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet.
Zu Beginn des Abends liest Stefan Steiner aus seinem Roman „Über uns nur Licht“. Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr. Tickets: ÖTicket, office@literaturschiff.at


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