Pflasterspektakel: internationale Straßenkunst zu Gast in Linz
LINZ. Das Pflasterspektakel findet statt, wenn auch anders: In Form eines Straßenkunstsommers werden 103 Künstlergruppen an den kommenden drei Juli-Wochenenden – 15.-17., 22.-24., 29.-31. – elf Innenhöfe und Plätze in der Linzer Innenstadt bespielen.

Mit über 200.000 Besuchern an einem Wochenende zählt das Pflasterspektakel zu einem der größten Kulturhighlights der Stadt. „Dass das in dieser Art heuer nicht möglich sein wird, war allen schon früh klar“, betont Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer. So erfolgte etwa die Ausdehnung auf drei Wochenenden, jeweils donnerstags bis samstags. „Wir entzerren das Programm und den Besucheransturm mit dem positiven Nebeneffekt, dass wir die Innenstadt länger beleben“, ergänzt Julius Stieber, Direktor Kultur und Bildung.
Festivalleiterin Gerda Forstner rechnet mit mehreren Zehntausend Besuchern. Sie sieht in der Ausdehnung auf neun Tage noch einen weiteren Vorteil: „Bisher hatten die Besucher nie die Chance, tatsächlich das ganze Programm zu erleben. Das ist heuer möglich.“ Eine große Erleichterung für alle sind natürlich die gelockerten Rahmenbedingung mit dem Fall der Maskenpflicht und der Sitzplatzzuweisung.
Auch das Programm selbst wurde solange wie möglich offen gehalten. Der Großteil der insgesamt 103 Künstlergruppen kommt heuer aus Europa, darunter natürlich viele heimische Künstler. „Wir hoffen natürlich, dass alle Künstler einreisen können. Sollte dennoch etwas schief gehen, ist für Ersatz gesorgt“, so Stieber. Den Künstlern aus Australien und Neuseeland war eine Anreise von vorneherein nicht möglich. Sie werden 2022 ins Programm aufgenommen.
Elf Veranstaltungsorte
Neu ist heuer, dass die über 800 Aufführung an elf ausgewählten Innenhöfen und Plätzen zu erleben sind – um eine Zugangskontrolle zu ermöglichen.
Figurentheater, Comedy, Pantomime, Zirkuskünste bis hin zu Tanz und Breakdance finden sich vor allem in den Kunstuni-Höfen und an drei neuen Pflasterspektakel-Orten, nämlich am Herbert-Bayer-Platz vor dem architekturforum afo, bei der Grünfläche neben Stadtpfarrkirche Urfahr und im Park des Innenhofes beim Priesterseminar.
Besondere Musikspots sind wieder die Klanghöfe im Alten Rathaus und im Landhaus-Arkadenhof. Als neuer Musik-Hotspot ist heuer der Musikpavillon im Donaupark dabei, der dank der Bühnenüberdachung auch bei Schlechtwetter bespielt werden kann.
Das Kinderspektakel findet diesmal am ersten und dritten Pflasterspektakel-Wochenende im Donaupark statt – zwischen Lentos und Hochstrahlbrunnen jeweils Donnerstag bis Samstag von 15 bis 20 Uhr. Am zweiten Wochenende sind Installationen im Donaupark zu entdecken wie von dem italienischen „Blink Circus“.
Gratiskarten für Feuershows
Täglicher Höhepunkt sind für viele Besucher die Feuerperformances am Maindeck beim Ars Electronica Center. Nachdem mit einem großen Andrang gerechnet wird, werden für die Shows um 21, 22 und 23 Uhr Gratis-Platzkarten ausgeteilt. Diese sind am jeweiligen Tag ab Festivalbeginn beim Zentralen Publikumsservice am Pfarrplatz oder jeweils 15 Minuten vor Beginn direkt beim Maindeck erhältlich.
Nachmittags und am Abend ist das Maindeck Bühne für große Luftakrobatik-Produktionen.
Neu: Wochenendprogramm
Während die Künstler bisher Auftrittszeiten und -orte täglich neu gewählt haben, gibt es heuer erstmals ein Wochenendprogramm. Dieses findet man immer ab Montag auf www.pflasterspektakel.at. Veranstaltungszeiten sind donnerstags und freitags von 13 bis 23 Uhr, samstags ab 11 Uhr und am Maindeck bis 24 Uhr.
Weil es zur Straßenkunst gehört, mehr als Applaus zu spenden, gibt es beim Publikumsservice am Pfarrplatz auch eine Geldwechselmöglichkeit.
3-G-Kontrolle und Selbstteststraßen
Erste Anlaufstelle für Besucher ist einer der fünf 3-G-Check-Infopoints in der Innenstadt, wo sie nach Kontrolle und Registrierung ein Zutrittsband für alle Auftrittsorte erhalten. Die Selbstteststraße im Alten Rathaus sind an den Pflasterspektakel-Samstagen zusätzlich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Regen- und Gewitterspektakel
Bei andauerndem Regen übersiedelt das Festival für diesen Tag in Ausweichquartiere. Bei Gewitter und kurzen Schauern pausiert das Programm. Die Künstler entscheiden grundsätzlich selbst, ob sie bei Regen unterbrechen. Infos zur Lage gibt‘s bei den Infopoints und auf facebook.com/Pflasterspektakel.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden