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LINZ. Unter dem Titel „paradise moving“ zeigt Ilona Ágnes Tömő ab 6. August in der Kunstsammlung des Landes Oberösterreich eine organische Rauminstallation, die die Betrachter auf eine imaginäre Reise in eine paradiesische Phantasiewelt einlädt.

  1 / 4   Ilona Ágnes Töm? präsentiert ihre raumfüllende Installation in der Kunstsammlung. (Foto: Martin Bruner)

Das durch den Raum fließende Objekt spielt mit der vorgegebenen Raumsituation und zieht die Besucher schon von außen in eine individuelle Wirklichkeit. Enstanden ist die Installation im Rahmen eines Artist In Residence Programms des Landes OÖ im Atelierhaus Salzamt Linz. 

„Seit längerem schon beschäftige ich mich mit Rauminstallationen. Das war auch der Grund, warum ich 2008 im Linzer Landestheater im Bereich Bühne zu arbeiten begonnen habe. Meine diesbezügliche konzeptuelle Arbeitsweise war jener der jetzigen sehr ähnlich und kann somit durchaus als Fortsetzung von raumbezogenen Projekten betrachtet werden. Es ist Merkmal meiner Arbeit, dass sich die jeweilige Raumsituation unmittelbar auf die Gestaltung der Installation auswirkt, indem sie miteinander korrespondieren und interagieren. Die 2019 beginnende Arbeit mit Kaffeefiltern und Papptellern führte mich darüber hinaus mehr und mehr zur Auseinandersetzung mit gemeinhin als wertlos erachteten Gegenständen. Im Fokus stand dabei die Frage, wie sich aus solchen Materialien eine künstlerische Arbeit formen lässt“, erzählt die Linzer. Die Verwendung von Haushaltsgegenständen und deren Transformierung in Kunstobjekten beinhaltet für sie immer auch einen gesellschafts- bzw. frauenpolitischen Aspekt: „So wird der immer noch Frauen zugeschriebene Zuständigkeits- und Tätigkeitsbereich „Haushalt“ durch die künstlerische Intervention gleichsam aufgehoben und korrigiert. Sowohl die Objekte als auch ich als das gestaltende Subjekt entziehen sich somit ihrer gängigen Zuschreibung.“ Einen besonderen Stellenwert nimmt für Ilona Ágnes Tömő auch die ökologische Dimension ein: „In bewusstem Gegensatz zum klimaschädigenden Umgang mit Ressourcen verwandelt sich in meiner Installation das Wegwerfprodukt in ein Artefakt.“Die Ausstellung kann bis 30. September immer dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden.


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